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Lebensversicherungen: Gesetzesvorhaben könnte Kunden Milliarden kosten

Versicherungsschein: Bundesregierung will Lebensversicherer unterstützen Zur Großansicht
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Versicherungsschein: Bundesregierung will Lebensversicherer unterstützen

Unter den seit Jahren sinkenden Zinsen leiden nicht nur die Sparer, sondern auch die Versicherungen. Den Konzernen will die Bundesregierung jetzt offenbar mit einem Gesetzespaket helfen: Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge könnte das Versicherte Milliarden kosten.

Berlin - Die seit einigen Jahren sinkenden Zinsen belasten viele Versicherungen. Nun plant die Bundesregierung offenbar ein Gesetzespaket zugunsten der deutschen Lebensversicherer. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge soll das in den nächsten Wochen vorgelegt werden. Das Bundesfinanzministerium bestätigte der Zeitung, dass derzeit Änderungen für Lebensversicherungsanbieter vorbereitet würden. "Sowohl beim Thema Bewertungsreserven als auch beim Garantiezins und einigen anderen Dingen gibt es Änderungsbedarf", zitiert die "SZ" eine Ministeriumssprecherin. Das Gesetz könnte demnach Versicherte, deren Verträge in diesem Jahr auslaufen oder die kündigen, insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro kosten.

So soll vor allem dem Wunsch der Versicherer entsprochen werden, die Regeln zur Beteiligung an den Bewertungsreserven zu ändern: Seit 2008 müssen die Kunden bei Kündigung oder regulärem Ablauf ihres Vertrags zur Hälfte an den Bewertungsreserven beteiligt werden. 2013 waren das dem Bericht zufolge rund drei Milliarden Euro. Bei hoch dotierten Versicherungspolicen kann diese Sonderzahlung deutlich mehr als zehntausend Euro erreichen. Diese Beteiligungen müssten die Versicherer nicht mehr auszahlen, wenn die große Koalition ihr Vorhaben umsetzt.

Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD angekündigt, "generationengerecht im Interesse der Versichertengemeinschaft geeignete Maßnahmen zur Stärkung der Risikotragfähigkeit und Stabilität der Lebensversicherungen zu treffen". Dem Bericht zufolge plant die Regierung, den Tag der Verabschiedung des Gesetzentwurfes im Kabinett zum Stichtag zu machen, was noch im März der Fall sein könnte. Nur Kunden, deren Verträge dann bereits ausgelaufen sind oder die vorher gekündigt haben, kämen dann noch in den Genuss der Bewertungsreserven.

Im Gegenzug will die Regierung demnach die Aufsicht über die Versicherer verschärfen, die höchstens erlaubte Garantieverzinsung senken und Obergrenzen für Provisionen einziehen. Auch solle die Verteilung der Gewinne zwischen Aktionären und Kunden der Lebensversicherer zugunsten der Kunden geändert werden.

nck/dpa

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insgesamt 152 Beiträge
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1. Dieser Lobbyistenverein
Crossi71 10.03.2014
Die Groko ist solch ein Lobbyistenverein. Von der Bundesregierung und den EU-Ministern liest man in letzter Zeit doch nur Neuregelungen, welche gegen uns Bürger sind. Wer hat diesen Haufen überhaupt gewählt? Wer ist schuld an dieser Miesere?
2. Und das heißt?
Erkläromat 10.03.2014
Sollte man jetzt noch Versicherungen schnell kündigen? Wenn ja, was gilt es zu beachten? Dieser Artikel ist nicht viel hilfreicher als eine Ankündigung besagten Ministeriums.
3. Eine neue Sauerei der
olddreamer 10.03.2014
Da ändert man willkürlich eine Regel, die wenigstens die hälftige Gewinnbeteiligung zugunsten der Versicherten gewährleistet hätte. Das ist die gleiche Melodie wie der Griff in die Rentenkasse der jüngeren Generation! Diese Regierung hat nur Enteignung im Kopf!
4. Umverteilung zu Gunsten der Versicherungskonzerne
kurpfaelzer54 10.03.2014
Was ist das denn sonst anderes ? Die Allianz legte als Marktführer kürzlich Rekord-Gewinne vor. Nun sollen diese Konzerne noch mehr Geld in den Rachen geworfen bekommen das den Versicherungsnehmern die über Jahrzenhte eingezahlt haben buchstäblich geklaut wird. Jahtzehntelang wurden die Menschen aufgefordert mehr Eigenleistung für die Altersvorsorge zu erbringen. Wer das machte ist nun wieder der Betrogene. Was die SPD bei ihrer "Rentenreform" einserseits verspricht, wird andererseits den angehenden Rentnern aus der Tasche gestohlen. Von der Union war das nicht anders zu erwarten. Für die SPD gilt aber nun wieder die alte Regel "Wer hat uns verraten ? Sozialdemokraten !
5.
tommit 10.03.2014
Zitat von ErkläromatSollte man jetzt noch Versicherungen schnell kündigen? Wenn ja, was gilt es zu beachten? Dieser Artikel ist nicht viel hilfreicher als eine Ankündigung besagten Ministeriums.
Kommt immer auf die Bedigungen an.. wenn vorher kündigst verliert man u. U. Geld deshlab gibt es ja Institutionen die socleh Versicherungen abkaufen und weiterführen.. Das kann ein ARtikel im SPiegel deshlab nicht beantworten, weil die den individuellen Vertrag nicht vorliegen haben. Und überlegen sie mal, wäre dies eine Lösung würde das bestimmt nicht veröffentlicht, schon garnicht von der Bundesregierung, die die Versicherer mit Steuergeld beglückt, um sie 'nach Möglichkeit' zu kontrollieren... Und für die Möglichkeiten ist dann ein anderer Partei'kollege' (feind) zuständig und der kann für nichts.
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