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Lernen von Bill Gates: Wie schaffe ich es ganz nach oben?

Sie fangen klein an - und schaffen es nach ganz oben. Wie machen das manche Menschen bloß? Buchautor Frank Arnold hat die Lebensleistung von Business-Stars untersucht. Beispiel Bill Gates: Der Microsoft-Gründer hatte ein klares Rezept für seinen Erfolg.

Microsoft-Gründer Gates: "Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Haus" Zur Großansicht
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Microsoft-Gründer Gates: "Ein Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Haus"

"Unsere Mission: Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt dabei helfen, ihr Potential zu entfalten. Unsere Werte: Als Unternehmen und als Individuen legen wir Wert auf Integrität, Ehrlichkeit, Offenheit, persönlich hervorragende Leistungen, konstruktive Selbstkritik, kontinuierliche Weiterbildung und gegenseitigen Respekt. Wir engagieren uns voll und ganz für unsere Kunden und unsere Partner und begeistern uns leidenschaftlich für Technologie. Wir nehmen große Herausforderungen an und sind stolz darauf, sie zu meistern. Wir fühlen uns gegenüber unseren Kunden, Aktionären, Partnern und Arbeitnehmern verantwortlich, zu unseren Zusagen zu stehen, Ergebnisse zu liefern und höchste Qualität anzustreben."

So lautet die Business Mission von Microsoft Chart zeigen heute. Bei der Gründung des Unternehmens im Jahr 1975 klang das noch anders. Damals lautete die Business Mission, die das Unternehmen sehr weit gebracht hat: "A computer on every desk and in every home" - ein Computer für jeden Schreibtisch und für jedes Haus.

Der Grundstein für Microsofts steilen Aufstieg wurde im Jahr 1981 gelegt, als Bill Gates (Jahrgang 1955) IBM die Lizenz für die Nutzung des Betriebssystems MS-DOS erteilte. Entscheidend für den späteren Erfolg war eine Vertragsbedingung, nach der einzig Microsoft dazu berechtigt war, Lizenzen für die Verwendung des Betriebssystems an Dritte auszugeben. Diese Entscheidung von Gates darf guten Gewissens als eine der besten der Managementgeschichte gewertet werden. Ein wahrlich brillanter, mutiger Schachzug, allein dies nur zu versuchen.

Microsoft war zu jenem Zeitpunkt ein relativ kleines, unbekanntes Software-Unternehmen aus Seattle, der ihm gegenüberstehende Partner IBM hingegen der damals mächtigste Gigant der Computerbranche. Die Courage, sich das Exklusivrecht für die Weitervergabe von Lizenzen zu sichern, zeugt vom Weitblick, den Bill Gates und sein Partner Paul Allen besaßen. Sie erkannten deutlich, was IBM offensichtlich übersah: Die Computerbranche stand vor einem grundlegenden Wandel, der dadurch gekennzeichnet war, dass künftig nicht mehr die Hardware, sondern die Software der für den Kunden entscheidende Faktor sein würde.

Was können wir besser als andere?

Indem er IBM als Partner gewann, gelang es Gates, einen allgemeingültigen Standard für Software-Anwendungen durchzusetzen. Auf jedem von IBM gelieferten PC war MS-DOS installiert, was dazu führte, dass Microsoft innerhalb kürzester Zeit große Marktanteile errang; mit der Einführung von Windows 3 beschleunigte sich der Prozess nochmals. Als immer mehr Anbieter von Hardware auf den PC-Markt drängten, verwendeten diese dann ebenfalls das Betriebssystem von Microsoft. Mittels der Macht von IBM hatte Gates faktisch den direktesten Zugang gewählt, um seinen Traum und die Business Mission von Microsoft zu verwirklichen.

Eine wirksame Business Mission spiegelt wider, in welchem Geschäft eine Organisation tätig ist. Hierfür muss man sich folgende Fragen stellen: Wer ist unser Kunde? Wer sollte unser Kunde sein? Wofür bezahlt uns der Kunde? Welchen Nutzen stiften wir ihm? Aber auch: Wer ist nicht unser Kunde und warum ist er es nicht?

Die Antworten darauf sind alles andere als leicht zu finden und vor allem sind sie nicht selbstverständlich. Nur indem der Dissens darüber ausdiskutiert wird, kann man zu einem Verständnis gelangen, das von den Menschen der Organisation geteilt und getragen wird.

Der zweite Baustein der Business Mission: die eigenen Stärken und Kernkompetenzen verstehen. Was können wir besser als andere? Worin sind wir anderen zumindest ein bisschen überlegen? Wo haben wir vielleicht sogar eine führende Position im Markt?

Die Antworten zeigen, auf welchen Stärken das Unternehmen aufbauen kann und wo gute Resultate erzielt werden können. Sie zeigen aber auch, welche Stärken auszubauen sind, damit eine Führungsposition erhalten oder erlangt werden kann. Zudem geben sie Hinweise auf einen etwaigen Verbesserungsbedarf. Die Antworten zeigen aber auch, wo die Organisation keine Stärken hat und wo sie deshalb nicht tätig werden sollte. Letztlich geben die Antworten auch darüber Auskunft, welche Schwächen die Organisation aktuell daran hindern, ihre Stärken und ihr volles Potential zu entfalten.

Für welche Sache oder Aufgabe wollen wir uns einsetzen?

Das dritte Element der Business Mission ist anderer Natur. Hier geht es darum, die Überzeugungen einer Organisation zu ergründen - und das, was sie für sinnvoll hält. Warum ist es für den Markt wichtig, dass wir diesen Beitrag leisten? Für welche Sache oder Aufgabe wollen wir uns einsetzen? Warum ist das, was wir tun, sinnvoll? Wofür lohnt es sich, diesen Einsatz zu bringen? Für welche Werte wollen wir uns engagieren?

Das systematische Durchdenken dieser drei Elemente kann verhindern, dass die Business Mission zu oberflächlich oder gar falsch definiert wird. Ob sich das Ergebnis der Diskussionen dann in einen elegant formulierten Slogan fassen lässt, ist zweitrangig. Wenn solch ein guter Slogan gelingt, ist das großartig, notwendig ist es aber keineswegs. Notwendig ist vielmehr Klarheit darüber, worum es der Organisation geht. Deshalb wird es besser sein, einige klare Sätze sorgfältig auszufeilen, die dann in der Tat Nutzen und Wirksamkeit stiften, anstatt sich eines beeindruckenden Slogans zu bedienen, der aber wirkungslos bleibt. "Craftsmanship", nicht "Showmanship" ist es, was zählt.

Die alte Business Mission von Microsoft von 1975 ist eigentlich noch gar nicht vollständig, denn im Ganzen lautete sie: "A computer on every desk and in every home, running Microsoft software" - jeder Computer soll also mit Microsoft-Software laufen.

Dieser kurze Zusatz macht den großen Unterschied. Selbst Bill Gates konnte nicht ahnen, dass dieser Traum eines Tages in Erfüllung gehen und sein Unternehmen zum Erfolg führen sollte.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 34 Beiträge
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1. Na na
blob123y 19.06.2010
der Aufstieg von MS ist zum grossteil Zufall. Da IBM einen PC baute aber kein OS dazu hatte gingen die shopping und fanden zufaellig eines bei MS das ist alles, ohne IBM gaebe es kein MS. Alle anschliessenden OS von MS waren nur mehr Abkupferung von Apple, also der Author sollte sich mal informieren. Das wirkliche Erfolgsrezept von MS ist das die zufaellig an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit waren und niemand anders (eigentlich merkwuerdig) ein OS fuer den PC entwickelte, aber das hat wiederum auch nichts direkt mit MS zu tun sondern mit der Tatsache das sich offensichtlich alle Softwarefirmen wie Adobe etc. weigerten ihr System auf eine andere Platform zu portieren, ausser auf Apple. Wie man weiss kauft keiner ein OS fuer das es keine Anwendersoftware gibt usw.
2. Wie bei der Milchkühlung
gloton7, 19.06.2010
Zitat von sysopSie fangen klein an - und schaffen es nach ganz oben. Wie machen das manche Menschen bloß? Buchautor Frank Arnold hat die Lebensleistung von Business-Stars untersucht. Beispiel Bill Gates: Der Microsoft-Gründer hatte ein klares Rezept für seinen Erfolg. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,701511,00.html
Genauso wurde die Milchkühlung eingeführt! Da die Bauern nicht kaufen wollten hat die Kältefirma mit den Genossenschaften einen Deal gemacht. Ihr erlasst eine Forderung, dass die Milch nur noch gekühlt abgegeben werden darf und für jede verkaufte Kühlung erhaltet Ihr eine Prämie von 100 DM. Die Firma York International hat sich damals dumm und dämlich verdient. Genauso läuft es mit den Leichenkammern im Krankenhaus. Die bekommen Krankenhäuser kostenlos, weil der Hersteller oder das Krankenhaus dann die einzelnen Tage zum horrenden Preis "vermietet". Immer wenn es eine Abhängigkeit gibt, kann ein Dritter sie ausnutzen, falls kein Schiedsrichter oder Staat eingreift.
3. Nicht nur Bill Gates......
kritiker111 19.06.2010
Selbst jahrelang im "land of biz" (in Cupertino) habe ich Viele gesehen - unter anderem auch meine Partner und mich - die unter den richtigen Voraussetzungen aus dem Nichts, nur mit den richtigen Ideen, aufgestiegen sind. Dazu gehören auch Steve Jobs und Steven Woz Wozniak - als weiteres Beispiel. Aber es sind nicht nur die richtigen Ideen oder der Leistungswille! Hier ist das bei weitem schwieriger, denn - wie ich es selbst ständig seit meiner Rückkehr bemerkt habe - hier steht uns überall der Staat (und mittlerweile auch die Papiermüllberge produzierende EU) mit seiner aufgeblasenen, alles reglementierenden Bürokratie im Wege! Und nachdem ich davon genug habe, bin ich zum Jahresende wieder bei meinen alten Partnern in Cupertino und steige wieder in unsere Firma mit ein! Sicher ist auch in den Staaten nicht alles Gold was glänzt - aber den behördlichen Schwachsinn, wie ich ihn hier fast tagtäglich mitmachen muss, den lasse ich hinter mir! Dort werden nämlich Ideen und Leistung noch gewürdigt!
4. Legendenbildung
sprechweise, 19.06.2010
Zitat von sysopSie fangen klein an - und schaffen es nach ganz oben. Wie machen das manche Menschen bloß? Buchautor Frank Arnold hat die Lebensleistung von Business-Stars untersucht. Beispiel Bill Gates: Der Microsoft-Gründer hatte ein klares Rezept für seinen Erfolg. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,701511,00.html
Das "Erfolgsrezept" hat Bill Gates aber gar nicht angewendet. Als Sohn eines Juristen hat er scham- und gnadenlos die Differenz zwischen Moral und Legalität ausgenutzt. - Erinnern wir uns an daran, dass Hardwarehersteller auch an Microsoft zahlen mußten auch wenn sie kein DOS belegten. Nicht ein einziges bekanntes Produkt von Microsoft wurde von Microsoft erfunden. - DOS eingekauft - Word eingekauft - IE eingekauft - VC eingekauft - C# ist ein Java-Abkömmlich Nicht ein einziges bekanntes Produkt ist wirklich Weltklasse. IE6 nervt so, dass mittlerweile selbst Microsoft es loshaben will. Aber auch IE8 ist nicht standardkonform, aber langsam. Andere Browser sind da viel weiter Chrome, FF, Safari, Opera Microsoft ist vor allem eine Marketingfirma mit fiesen juristischen Tricks
5. Falsch
BabelHuber 19.06.2010
Zitat von blob123yder Aufstieg von MS ist zum grossteil Zufall. Da IBM einen PC baute aber kein OS dazu hatte gingen die shopping und fanden zufaellig eines bei MS das ist alles, ohne IBM gaebe es kein MS. Alle anschliessenden OS von MS waren nur mehr Abkupferung von Apple, also der Author sollte sich mal informieren. Das wirkliche Erfolgsrezept von MS ist das die zufaellig an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit waren und niemand anders (eigentlich merkwuerdig) ein OS fuer den PC entwickelte, aber das hat wiederum auch nichts direkt mit MS zu tun sondern mit der Tatsache das sich offensichtlich alle Softwarefirmen wie Adobe etc. weigerten ihr System auf eine andere Platform zu portieren, ausser auf Apple. Wie man weiss kauft keiner ein OS fuer das es keine Anwendersoftware gibt usw.
IBM suchte ein OS, das ist richtig. IBM wollte allerdings damals CP/M von Digital Research haben. Die stellten sich aber so dämlich an, dass IBM bei MS anklopfte. MS hatte damals aber nicht mal ein OS, sondern nur einen BASIC-Interpreter. Gates und Allen taten aber so, als hätten sie schon eines und bekamen den Vertrag. Dann kauften sie für $50.000 Q-DOS (Quick and Dirty OS) und machten daraus PC-DOS. Aus diesem Deal haben sie dann ihren Konzern aufgebaut. Das ist schon eine Leistung nach dem Motto 'Frechheit siegt', finde ich, die anerkennesnwert ist. Die graphische Benutzeroberfläche mit Maussteuerung wurde vom PARC (Palo Alto Research Center) von Xerox entwickelt. Das Xerox-Management erkannte aber nicht das Potential und vermarktete es nicht. Als Xerox dann noch den Fehler machte, Steve Jobs zu einer Demo einzuladen, baute Apple das neuartige OS einfach nach. Wenn MS also wirklich von Apple abgekupfert hat, dann ist das nichts anderes, als Apple auch gemacht hat. Sie sollten sich mal informieren :-) Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein reicht nicht aus - man muss dann auch das richtige tun. Und das hat MS geschafft. Ich bin jetzt kein Fan von MS, aber Ehre wem Ehre gebührt.
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Zum Autor
Frank Arnold ist Berater, Key-Speaker zu Managementthemen und Bestsellerautor des Buches "Management - Von den Besten lernen". Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler leitet die Züricher Unternehmensberatung Arnold Management GmbH, spezialisiert auf das "Aktivieren der Intelligenz in den Unternehmen selbst".

Buchtipp

Frank Arnold:
Management - Von den Besten lernen.

Hanser Fachbuchverlag; 431 Seiten; 24,90 Euro.

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