Aus für Tintenstrahldrucker: Lexmark kappt 1700 Stellen

Beim Technologiekonzern Lexmark endet die Ära der Tintenstrahldrucker. Ende 2015 soll die Fertigung auslaufen, 1700 Stellen werden abgebaut. Der Konzern setzt auf Dienstleistungen und Laser-Technologie. Börsianer begrüßten die Neuausrichtung.

New York - Schlechte Verkaufszahlen und ein harter Preiskampf haben bei Lexmark zuletzt das Geschäft mit Tintenstrahldruckern bestimmt. Nun zieht der Konzern die Konsequenzen und steigt aus dem Produktsegment aus. Am Dienstag kündigte das Unternehmen an, sich künftig auf das einträglichere Geschäft mit Software und Bild-Technologien zu konzentrieren und keine Tintenstrahldrucker mehr herzustellen. Im Zuge des Konzernumbaus sollen von 13.000 etwa 1700 Stellen wegfallen.

Die Entwicklung der Drucker wird bis zum Ende des kommenden Jahres eingestellt, die Fertigung von Verbrauchsmaterial wie Tintenpatronen läuft Ende 2015 aus. Bereits jetzt spielen Tintenstrahldrucker bei Lexmark kaum mehr eine Rolle. Der Anteil der Geräte und des entsprechenden Zubehörs am Gesamtgeschäft lag zuletzt noch bei etwa einem Fünftel. Lexmark bietet inzwischen vor allem höherwertige Laserstrahldrucker und IT-Dienstleistungen an.

Seit Jahren herrscht ein harter Preiskampf bei Tintenstrahlgeräten. Viele Hersteller verdienen nur an der Tinte. Den Ausstieg aus dem Geschäft mit Privatkunden hatte das Unternehmen bereits beschlossen, nun werdird auch die Produktion von Geräte für Geschäftskunden eingestellt. Lexmark versprach den Kunden aber, den Service und die Versorgung mit Zubehör sicherzustellen.

Verbrauchsmaterialien stellt der Konzern derzeit in einer Fabrik in Cebu auf den Philippinen her. Sie soll bis 2015 geschlossen werden. Durch die Schließung fallen alleine 1100 Jobs in der Produktion weg. Der Ausstieg aus dem Geschäft mit Tintenstrahldruckern soll letztlich pro Jahr 95 Millionen Dollar einsparen. Dem steht eine einmalige Belastung durch die Schließung von 160 Millionen Dollar vor Steuern gegenüber.

An der Börse kamen die Pläne gut an: Die Lexmark-Aktie legte im frühen Handel an der Wall Street mehr als vier Prozent zu.

mmq/Reuters/dpa

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1. Antiquierte Technologie
Elfenschubser 28.08.2012
Zitat von sysopBeim Technologiekonzern Lexmark endet die Ära der Tintenstrahl-Drucker. Ende 2015 soll die Fertigung auslaufen, 1700 Stellen werden abgebaut. Der Konzern setzt auf Dienstleistungen und Laser-Technologie. Börsianer begrüßten die Neuausrichtung. Lexmark stellt Produktion von Tintenstrahldruckern ein - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,852614,00.html)
Wer den Anfang vom Ende dieser antiquierten Technologie einläutet, hat meinen absoluten Segen. Sämtliche Tintenstrahldrucker (am allermeisten der aktuelle, den ich von Canon besitze) haben mir den letzten Nerv geraubt. Im letzten Jahrtausend konnte ich ausgetrocknete Patronen und ewige Initialisierungszeiten ja noch ertragen, aber 12 Jahre später hätte ich schon einen gewissen Fortschritt erwartet. So wird man sich genauso an Tintenstrahldrucker wie auch an Disketten und Scart Kabel erinnern. Anfangs nützlich, später nur noch nervig. Auf Nimmerwiedersehen...
2.
tubolix 28.08.2012
Zitat von sysopSchlechte Verkaufszahlen und ein harter Preiskampf haben bei Lexmark zuletzt das Geschäft mit Tintenstrahldruckern bestimmt.
mein erster drucker war ein lexmark. den hatte ich genau so lange bis die tinte alle war. da die patronen teurer waren als ein neuer drucker habe ich mich für ein neues gerät eines anderen anbieters entschieden - nach vergleich der kosten für ersatz-kartuschen.
3.
mixolydisch 29.08.2012
Zitat von ElfenschubserWer den Anfang vom Ende dieser antiquierten Technologie einläutet, hat meinen absoluten Segen. Sämtliche Tintenstrahldrucker (am allermeisten der aktuelle, den ich von Canon besitze) haben mir den letzten Nerv geraubt. Im letzten Jahrtausend konnte ich ausgetrocknete Patronen und ewige Initialisierungszeiten ja noch ertragen, aber 12 Jahre später hätte ich schon einen gewissen Fortschritt erwartet. So wird man sich genauso an Tintenstrahldrucker wie auch an Disketten und Scart Kabel erinnern. Anfangs nützlich, später nur noch nervig. Auf Nimmerwiedersehen...
Verstehe ich immer nicht, denn bei mir funktioniert immer alles, ob PC oder Drucker. Auch ich habe aktuell einen Canon, der aber von Anfang an einwandfrei funktionierte. Alternativpatronen sind im Laden inzwischen billiger als das Auffühlen. Ich kann mit einem Tintenstrahldrucker noch ewig leben und das Druckbild ist einfach schöner.
4.
mr.ious 29.08.2012
Zitat von tubolixmein erster drucker war ein lexmark. den hatte ich genau so lange bis die tinte alle war. da die patronen teurer waren als ein neuer drucker habe ich mich für ein neues gerät eines anderen anbieters entschieden - nach vergleich der kosten für ersatz-kartuschen.
Das ist vor über Zehn Jahren schon so angelegt worden. Damals war es mit den neuen Tintentpatronen so, daß es sich wegen der schnellen technischen Entwicklung meist ergab, einen neuen Drucker billiger zu bekommen als eben die neuen Patronen für den alten Drucker, was dann so nicht mehr erlaubt war. Allerdings war das von für jeden Hersteller hinsichtlich seiner Produkte so geregelt und die Konkurrenz wurde nicht in die Überlegungen einbezogen, drum gibt es seit damals nur noch andere andere Anbieter von Druckern die die Preise der benötigten Patronen unterbieten. Sozusagen "halbverstandenes Marktdenken". Ich weiß zwar nicht genau wie es sich ausgewirkt hätte, aber neue Drucker nicht mit Farbpatronen verkaufen zu dürfen, wäre, für mich zumindest, ein etwas praktischer Ansatz gewesen. Über den Effekt kann ja jeder selber spekulieren, und Regelwütige natürlich auch gleich mit.
5.
bloßmolwassage 30.08.2012
Ich hatte zwei Lexmark-Tintenstrahldrucker, einer gekauft, der andere ein Geschenk, zusammen haben beide bei mir nicht mal hundert Seiten bedruckt. Wurden beide neuwertig auf dem Recyclinhof entsorgt. Bei meinen damals geringen Druckaufträgen trockneten die Patronen ein. Nach negativen Erfahrungen mit 3 Canon-Druckern - klasse Fotodruck, aber enorme Druckkosten und miserable Haltbarkeit bin ich nun wieder bei HP gelandet.
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