Libor-Manipulation: USA klagen zwei Ex-UBS-Händler an

Gerade erst hat die UBS eine Milliardenstrafe kassiert - nun geraten zwei hochrangige Manager des Hauses ins Visier der Fahnder. Das US-Justizministerium wirft den Männern wegen ihrer Verstrickung in den Libor-Skandal Verschwörung vor.

UBS-Logo in Zürich: Rekordstrafe wegen dubiosen Finanzgeschäften Zur Großansicht
dapd

UBS-Logo in Zürich: Rekordstrafe wegen dubiosen Finanzgeschäften

Washington - Das US-Justizministerium hat am Mittwoch ein Strafverfahren gegen zwei frühere leitende Händler der UBS Chart zeigen eingeleitet. In einer bei einem US-Bezirksgericht in New York eingereichten Anklageschrift wird den beiden Männern Verschwörung vorgeworfen. Einem der beiden werden zusätzlich Wettbewerbsverstöße und Betrugs mittels elektronischer Kommunikationsmittel, sogenannter wire fraud, zur Last gelegt.

Die US-Behörden bemühten sich nun um die Auslieferung der beiden Männer, sagte Lanny Breuer vom US-Justizministerium. Die Behörde gehe davon aus, dass der eine sich in Großbritannien befinde und der andere sich in der Schweiz aufhalte. Nach Angaben von Insidern war einer der Männer vor einigen Tagen zusammen mit zwei bei einem unabhängigen Makler beschäftigten Händlern in London von der Polizei festgenommen und befragt worden. Die drei Männer wurden später gegen Kaution freigelassen.

In dem Libor-Skandal muss die UBS eine Geldstrafe von insgesamt 1,4 Milliarden Franken (1,16 Milliarden Euro) zahlen. Im vierten Quartal werde die UBS Chart zeigenwegen der Strafe einen Verlust von zwei bis 2,5 Milliarden Franken schreiben, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit.

Die UBS und andere Banken sollen den Libor zu ihren Gunsten beeinflusst haben. Der einmal täglich in London ermittelte Zinssatz zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Im Juni hatte die britische Bank Barclays Chart zeigen als erstes Institut Fehler eingeräumt und mehr als 450 Millionen Dollar Strafe an die Regulierer gezahlt.

ssu/Reuters

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