Zinsmanipulation Libor-Skandal soll UBS 450 Millionen Dollar kosten

Die Schweizer Großbank UBS steht laut einem Pressebericht vor einer Einigung in der Libor-Affäre. Der Finanzkonzern wird rund eine halbe Milliarde Dollar Strafe zahlen, berichtet die "New York Times". Gemeinsam mit anderen Instituten soll die UBS den Referenzzinssatz Libor manipuliert haben.

UBS-Logo in London: Vorerst keine Stellungnahme
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UBS-Logo in London: Vorerst keine Stellungnahme


Zürich - Die Aufarbeitung des Libor-Skandals laufen auf Hochtouren. Erst vergangene Woche befragte der Finanzausschuss des Bundestags den Deutsche-Bank-Vorstand Stephan Leithner zu den Manipulationen des Referenzzinssatzes. Die Schweizer Großbank UBS Chart zeigen steht nun laut einem Bericht der "New York Times" kurz vor einer Einigung mit den Behörden in Großbritannien und den USA. Das Institut werde mehr als 450 Millionen Dollar zahlen, um den Streit beizulegen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Eingeweihte.

Eine UBS-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Sie bestätigte aber, die UBS verhandele im Zusammenhang mit den Libor-Ermittlungen mit britischen und amerikanischen Behörden. Die britische Finanzaufsicht, das US-Justizministerium und die US-Aufsichtsbehörde CFTC waren zunächst nicht für Stellungnahmen zu erreichen.

Der UBS und anderen Banken wird vorgeworfen, den Referenzzinssatz Libor zu ihren Gunsten manipuliert zu haben. Der einmal täglich in London ermittelte Libor zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Im Juni hatte die britische Bank Barclays Chart zeigen als erstes Institut Fehler eingeräumt und mehr als 450 Millionen Dollar Strafe an die Regulierer gezahlt. Barclays-Vorstandschef Bob Diamond und Verwaltungsratschef Marcus Agius traten infolge der Affäre zurück.

dab/Reuters

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Yves73 03.12.2012
1.
Die UBS arbeitet hart an ihrem Image. Kein Skandal in der Finanzwelt, bei dem sie sich raus gehalten hat. Hoffentlich schafft es Axel Weber den Laden wieder auf Vordermann zu bringen, so dass sie wieder durch Leistung und Seriösität überzeugt. Dann können sie sich auch die aberwitzigen Ausgaben für Imagekampagnen sparen. Freue mich für jeden der Mitarbeiter, der wie ich den Absprung schafft und einen vernünftigen Job findet. Denn leider ist es so, dass der Grossteil der Mitarbeiter gute Arbeit leistet, aber einem immensen Druck ausgesetzt sind. Und das nur, weil ein paar wenige den Hals nicht voll genug bekommen.
fahcgn 03.12.2012
2. Wieso
gibt es eigentlich immer nur die Einigungen mit den Regulierern in USA und GB, die die Banken viel Geld kosten? Die Libor Manipulationen hatten doch weltweite Auswirkungen und die Banken der Aktien werden doch auch an Deutschen Plaetzen gehandelt. Sollte da nicht auch Geld in Deutschland gezahlt werden? Was ist mit Einigungen mit Deutschen oder Europaeischen Regulierern?
rolli 03.12.2012
3.
Zitat von sysopREUTERSDie Schweizer Großbank UBS steht laut einem Pressebericht vor einer ersten Einigung in der Libor-Affäre. Der Finanzkonzern wird fast eine halbe Milliarde Dollar Strafe zahlen, berichtet die "New York Times". Gemeinsam mit anderen Instituten soll die UBS den Referenzzinssatz Libor manipuliert haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/libor-skandal-soll-ubs-halbe-milliarde-dollar-kosten-a-870564.html
Und wer bekommt das Geld? Werden da die Geschädigten bedient, oder fliesst das in irgendwelche dunklen Kanäle? Ich hoffe doch schwer, dass mit dieser Peanutszahlung die Ansprüche der Geschädigten mit befriedigt sein sollen. rolli
Benjowi 03.12.2012
4. Lichtgestalten unter sich!
Zitat von sysopREUTERSDie Schweizer Großbank UBS steht laut einem Pressebericht vor einer ersten Einigung in der Libor-Affäre. Der Finanzkonzern wird fast eine halbe Milliarde Dollar Strafe zahlen, berichtet die "New York Times". Gemeinsam mit anderen Instituten soll die UBS den Referenzzinssatz Libor manipuliert haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/libor-skandal-soll-ubs-halbe-milliarde-dollar-kosten-a-870564.html
Jeden Tag steht irgendeine andere Bank -häufig Schweizer Banken dabei- mit irgendeiner anderen Gaunerei im Rampenlicht. Zinsbetrug, Libor-Skandal, Insiderhandel, Steuerbetrug, Schwarzgeldaffären, Schrottimmobilien, Schrottpapiere, Geldschiebereien, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Unterschlagung von jüdischen Opfergeldern, Durchstechereien wie bei der Alpe-Adria-die Liste hat kein Ende. Das sind also die hehren Lichtgestalten, denen wir unser ganzes Wirtschafts- und Finanzsystem anvertraut haben - pfui Deibel! Und dann regen sich diese Gestalten darüber auf, dass CD-Käufe, die ihre Machenschaften teilweise offenbaren, angeblich das Rechtssystem und die guten Sitten in Frage stellen-unglaublich.
Schweijk 03.12.2012
5. und
Zitat von sysopREUTERSDie Schweizer Großbank UBS steht laut einem Pressebericht vor einer ersten Einigung in der Libor-Affäre. Der Finanzkonzern wird fast eine halbe Milliarde Dollar Strafe zahlen, berichtet die "New York Times". Gemeinsam mit anderen Instituten soll die UBS den Referenzzinssatz Libor manipuliert haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/libor-skandal-soll-ubs-halbe-milliarde-dollar-kosten-a-870564.html
wieviel Milliarden hat es den Betrügern eingebracht? Da sind die 450milliarden n Schlechter Witz gegen.
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