Libor-Skandal Verurteilter Ex-Banker soll eine Million Euro zahlen

Durch jahrelange Manipulation des Libor-Zinssatzes hatten sich mehrere Händler bereichert. Jetzt wurde der Kopf der Gruppe zur Zahlung von mehr als einer Million Euro verurteilt.

Tom Hayes (Archiv)
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Tom Hayes (Archiv)


Umgerechnet über eine Million Euro soll der im Skandal um die Manipulation des internationalen Referenzzinssatzes Libor verurteilte Ex-Banker Tom Hayes als Strafe zahlen.

Hayes müsse 878.806 Pfund (1,12 Millionen Euro) zahlen, legte ein Gericht in London fest. Die Gerichtskosten kämen später hinzu. Hayes war im Sommer schuldig gesprochen worden. Seine Haftstrafe wurde im Berufungsverfahren von 14 auf elf Jahre verringert.

Hayes war laut Urteil der Kopf einer Gruppe von mehreren Händlern, die über Jahre hinweg den Libor manipulierte und sich daran bereicherte. Er hatte als Händler für die Schweizer Großbank UBS und die US-Bank Citigroup gearbeitet.

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Der Libor ist der Zinssatz, zu dem sich Banken am Finanzplatz London untereinander Geld leihen. Er wird täglich von Banken festgelegt, von seiner Höhe sind etwa Haus- und Verbraucherkredite sowie andere Finanzprodukte abhängig.

Hayes hatte im Jahr 2006 bei der UBS in Tokio angefangen und bekam zeitweise ein Gehalt von 1,3 Millionen Pfund brutto im Jahr. Bei der Citigroup in Tokio bekam er zuletzt 3,5 Millionen Pfund für neun Monate Arbeit. Er wurde im Dezember 2012 festgenommen.

Der Manipulationsskandal war im Jahr 2012 bekannt geworden. Zahlreiche Banken hatten empfindliche Strafzahlungen an Behörden in London, Washington und Brüssel zahlen müssen - darunter die Deutsche Bank, die Schweizer UBS und die Citigroup.

brt/AFP



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