Mangelnder Erfolg Lidl verpatzt Markteintritt in USA

Der Discounter Lidl eröffnet in den USA wesentlich weniger Läden als geplant - die Umsätze sind enttäuschend. Der Chef des Mutterkonzerns will nun "Fehler korrigieren".

Lidl-Filiale in Virginia Beach im US-Bundesstaat Virginia
AP

Lidl-Filiale in Virginia Beach im US-Bundesstaat Virginia

Von manager-magazin-Autorin Ursula Schwarzer


Der Markteintritt des Discounters Lidl in den USA entwickelt sich zum Debakel. Im vergangenen Jahr sollten 100 Filialen eröffnet werden, tatsächlich gibt es bislang nur 47 Geschäfte. Klaus Gehrig, Leiter der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, rechnet für 2018 lediglich mit 20 neuen Läden. "Wenn man einen Fehler erkennt, muss man ihn korrigieren", sagt Gehrig.

Die extrem jungen Expansionsteams haben in den USA oftmals falsche Standorte ausgewählt. Zudem wurden zu große und zu teure Märkte gebaut. Die Umsätze sind enttäuschend. Die ursprünglich kalkulierten zwei Milliarden Euro für Investitionen und Anlaufverluste werden nicht ausreichen.

Sorgen bereitet auch die Lidl-Schwester Kaufland. Der Großflächendiscounter leidet in Deutschland unter einem Investitionsstau und einer falschen Sortimentspolitik. Laut Gehrig schließt Kaufland das Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Verlust ab.

Insgesamt wird die Schwarz-Gruppe 2017/18 weniger schnell wachsen als in der Vergangenheit. Die Bruttoerlöse sollen bei etwa 105 Milliarden Euro liegen.



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