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Zerwürfnis bei Discounter: Lidl schasst Vorstandschef Holland

Lidl-Logo in Rostock: "Unüberbrückbare Auffassungen" Zur Großansicht
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Lidl-Logo in Rostock: "Unüberbrückbare Auffassungen"

Es ist ein unverblümter Rausschmiss: Lidl-Chef Karl-Heinz Holland hat offenbar einen Machtkampf und damit seinen Posten verloren. Das Unternehmen spricht von nicht überbrückbaren Auffassungen über die künftige Strategie der Discounter-Kette.

Neckarsulm - Karl-Heinz Holland ist nicht mehr Vorstandschef der Discounter-Kette Lidl. Holland und Lidl hätten sich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit aufgrund "unterschiedlicher, nicht überbrückbarer Auffassungen betreffend der künftigen strategischen Geschäftsausrichtung" verständigt, teilte das Unternehmen mit. Konkrete Angaben über den Konflikt machte das Unternehmen jedoch nicht. Auch über einen möglichen Nachfolger äußerte sich Lidl nicht.

Nach dem deutlichen Hinweis auf einen handfesten Streit in der Unternehmensführung würdigte Lidl in der Mitteilung jedoch auch die frühere Arbeit Hollands. Dieser habe einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung von Lidl zum europäischen Marktführer im Discount-Segment beigetragen. Einem Bericht der "Lebensmittelzeitung" zufolge ist Holland bereits seit diesem Montag nicht mehr Lidl-Chef.

Außer Holland muss mit Einkaufsvorstand Dawid Jaschok ein weiterer Lidl-Spitzenmann die Firma verlassen. Als Grund wurden gleichfalls "nicht überbrückbare Auffassungen betreffend der zukünftigen Geschäftsausrichtung" genannt. Lidl ist nach Aldi die zweitgrößte Lebensmittel-Discounter-Kette in Deutschland.

fdi/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Besser so
wauz, 20.03.2014
Nichts ist für ein Unternehmen schlimmer, als Dauerquerelen in der Führung. Jetzt wird wieder eine Linie hergestellt. Sollte die nicht funktionieren, kann Herr Holland wenigstens im Bewusstsein stehen, es besser gewusst zu haben. Wenn die neue Linie funktioniert, auch recht. Bei Dauerquerelen wäre es mit Sicherheit irgendwie schief gegangen, und am Ende hätte Herr Holland die Schuld bekommen. Er wird schon genug auf dem Konto haben, um sich um's Geld keine Sorgen mehr machen zu müssen.
2. Da war doch
stockfisch1946 20.03.2014
dieses dumme Zickentheater. Wenn Aldi neuerdings einfach CocaCola verkauft, dann verkaufen wir zur Strafe keine mehr. Usw. Näheres wahrscheinlich demnächst in diesem Theater. ...
3.
Was bedeutet das alles? 20.03.2014
Wenn ein Pianist sich in den Proben als mangelhaft vorbereitet erweist, so trennt man sich von ihm "wegen unterschiedlicher künstlerischer Auffassungen betreffend der künftigen Aufführungen". Das Dumme ist, daß man dann davon tatsächliche unterschiedliche künstlerische Auffassungen nicht mehr unterscheiden kann.
4. Nicht überbrückbare Auffassungen?
movfaltin 20.03.2014
Was sind denn "nicht überbrückbare Auffassungen"? Ist das was Schlimmes? Heißt das soviel wie "nichtüberbrückbare Differenzen"? Oder wollte Holland (und zuvor womöglich Dawid Jaschok) bald den ersten (nichtüberbrückbaren) Open-Air-Discounter eröffnen?
5.
Bruder Theodor 20.03.2014
Wer weiß denn Genaues, worum es in dem Streit ging? Inhaltlich 'n bißchen dünn die Meldung.
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Die Discounter in Deutschland
Aldi
Die unangefochtene Nummer eins der Lebensmittel-Discounter in Deutschland, Aldi , ist ebenso erfolgreich wie verschwiegen. Branchenexperten schätzen, dass Aldi 2011 weltweit rund 57 Milliarden Euro Umsatz gemacht hat. Der Gewinn wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Insgesamt betreibt der Marktführer in Deutschland etwa 4300 Filialen.
Lidl
Auch der zweitplatzierte Lidl lässt sich nicht gerne in die Zahlen schauen. Für 2011 wird der weltweite Umsatz auf 50,4 Milliarden Euro geschätzt. Das Flaggschiff der Schwarz-Gruppe betreibt bundesweit rund 3100 Filialen. Lidl verkauft - anders als Aldi - auch viele Markenartikel.
Netto
Nach dem Zusammenschluss mit Plus ist Netto der drittgrößte Discounter Deutschlands. Die Edeka-Tochter hat in Deutschland rund 4000 Filialen. Der Umsatz lag 2011 bei etwa 13,7 Milliarden Euro.
Penny
Der Discounter Penny des Rewe-Konzerns erwirtschaftete 2011 mit seinen bundesweit 2400 Filialen rund zwölf Milliarden Euro Umsatz. Rewe hatte sich 2007 mit Edeka eine Bieterschlacht um den Discounter Plus geliefert, unterlag jedoch.
Norma
Der Discounter hat in Deutschland rund 1300 Filialen und erwirtschaftet einen Umsatz von schätzungsweise 2,7 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt des Filialnetzes liegt in Süddeutschland, aber auch in Frankreich, Tschechien und Österreich gibt es Norma-Märkte.


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