Essen auf Rädern Samwer-Brüder investieren halbe Milliarde in Essenszustellung

Immer mehr Menschen bestellen sich Pizza oder Sushi nicht mehr übers Telefon, sondern im Internet. Grund genug für den Start-up-Investor Rocket Internet, sich für rund eine halbe Milliarde Euro an der Plattform Delivery Hero zu beteiligen.

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer: 500 Millionen Euro für Essenslieferservice
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Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer: 500 Millionen Euro für Essenslieferservice


Berlin - Die Start-up-Schmiede Rocket Internet setzt mit einer Investition von fast einer halben Milliarde Euro groß auf das Geschäft mit der Essenszustellung. Die Firma der Samwer-Brüder kauft für 496 Millionen Euro einen Anteil von 30 Prozent an der Plattform Delivery Hero.

Sie bietet in 24 Ländern - in Deutschland unter dem Namen Lieferheld - die Möglichkeit, Essen in Gaststätten über das Internet zu bestellen und geliefert zu bekommen. Nach Angaben von Freitag hat Delivery Hero 90.000 Restaurants als Partner. Die Firma hatte zuletzt 5,8 Millionen Nutzer, die im vergangenen Jahr etwa 63 Millionen Bestellungen machten.

Rocket bildet zudem eine neue Einheit, in der die internationalen Aktivitäten bei der Essenszustellung mit mehreren Firmen zusammengefasst werden sollen. In diese "Global Online Takeaway Group" kommt der hauseigene Konkurrent von Delivery Hero, Foodpanda. Sie ergänzten sich regional. Zudem kaufte Rocket Internet in Spanien den Lieferdienst La Nevera Roja und in Italien den Zusteller Pizzabo.

Insgesamt kommen die Firmen in der Sparte demnach auf 78 Millionen Essensbestellungen pro Jahr. Rocket sehe insgesamt einen rund 90 Milliarden Euro großen weltweiten Markt für Essenszustellung, der online noch weitgehend unerschlossen sei, hieß es.

Die Gesamtbewertung der unter dem Dach von Rocket Internet aktiven großen Start-ups sei seit dem Börsengang im Oktober um rund 800 Millionen Euro gestiegen, hieß es am Freitag weiter. Fast alle von ihnen schreiben allerdings bisher auch operativ rote Zahlen. Rocket Internet entwickelt Internet-Unternehmen vor allem im Bereich des Online-Handels und Dienstleistungen.

Die Firma wird von den Internet-Investoren Oliver, Marc und Alexander Samwer kontrolliert. Der Börsengang von Rocket fiel zunächst schwach aus, die Aktie fiel unter den Ausgabepreis. Inzwischen steht sie deutlich höher und Rocket Internet ist insgesamt rund 7,2 Milliarden Euro wert.

nck/dpa

insgesamt 27 Beiträge
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fatherted98 06.02.2015
1. zu teuer...
...gibts ja schon länger...aber...die zocken die eingetragenen Pizza- und Asiarestaurants ab...deshalb gehen die Preise hoch...ein Tip für alle die sich öfter mal ne Pizza kommen lassen...bestellt direkt bei den Restaurants...ist oft billiger, da dann die Provision für die Online Plattform wegfällt!
rudi.waurich 06.02.2015
2. Zum Glück
kann man Essen noch selber machen, und ist nicht auf diese Kameraden angewiesen. Wenn Pizza, dann beim Italiener ums Eck, und zwar dort essen, nicht bestellt!
laurens09 06.02.2015
3. ...haben die auch ...
...hoffentlich haben die auch Grünkohl !
themistokles 06.02.2015
4.
Wann wachen wir eigentlich endlich auf und merken, dass dies alles überhaupt nicht nachhaltig und rein investorengetrieben ist? Bisher wird mit solchen und anderen Plattformen, die auf diese Weise in´s Leben gerufen worden sind, kein müder Euro verdient. Zalando und wie sie alle heißen: Millionenverluste!
hans.wacken 06.02.2015
5. nicht zu teuer
...die paar Cent sind eben der Aufpreis für eine zentrale App, statt 10-20 unterschiedliche und/oder schlechte Apps. Beim Preis den man fürs Essen bestellen sowieso bezahlt, fällt das in keinster Weise ins Gewicht.
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