Ex-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Reitzle zum Linde-Aufsichtsratschef gewählt

Nach der vorgeschriebenen "Abkühlphase" von zwei Jahren kehrt der frühere Linde-Vorstand Wolfgang Reitzle als Aufsichtsratschef zurück. Er hatte den Industriekonzern stark umstrukturiert.

Wolfgang Reitzle
Andreas Pohlmann für manager magazin

Wolfgang Reitzle


Der langjährige Linde-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle arbeitet wieder für seinen früheren Arbeitgeber. Die Aktionäre des Industriegas-Konzerns haben den 67-Jährigen mit Wirkung zum 21. Mai zum Aufsichtsratschef gewählt. Reitzle hatte den Linde-Vorstandsvorsitz vor zwei Jahren niedergelegt und hat nun die gesetzlich vorgeschriebene "Abkühlphase" vor einem Wechsel von der Vorstandsspitze in den Aufsichtsrat eingehalten. Vor seiner Rückkehr zu Linde Chart zeigen saß Reitzle bereits in anderen Aufsichtsräten wie etwa bei dem Baustoffkonzern LafargeHolcim.

Reitzle löst Manfred Schneider ab, der seit 2003 im Amt ist. Während seiner elfjährigen Amtszeit als Linde-Vorstandschef hatte Reitzle den Dax-Konzern stark umstrukturiert: die Sparten Gabelstapler und Kältetechnik verkauft, den britischen Konkurrenten BOC und den US-Medizingaskonzern Lincare übernommen und so den Börsenwert von Linde vervielfacht.

Zugleich wurde am Dienstag offiziell mitgeteilt, dass Linde-Vorstand Thomas Blades auf den Chefposten des Baukonzerns Bilfinger wechselt. Blades ist bei Linde derzeit noch für das Amerikageschäft zuständig. Er soll sein neues Amt bei Bilfinger spätestens im dritten Quartal antreten.

kpa/dpa



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