Gewinnsprung: Aktionäre von Linde kassieren höhere Dividende

Hohe Nachfrage nach Gasen in den USA und Asien haben Linde zum Jahresstart einen Gewinnsprung gebracht. Der Dax-Konzern will den Energie- und Gesundheitssektor als Wachstumschance nutzen. Die Aktionäre bekommen eine deutlich höhere Dividende.

Linde-Mitarbeiter vor einer Luftzerlegungsanlage: Gewinn gesteigert Zur Großansicht
dapd

Linde-Mitarbeiter vor einer Luftzerlegungsanlage: Gewinn gesteigert

München - Der Industriegase-Hersteller Linde hat zum Jahresbeginn Umsatz und Ergebnis gesteigert. Zwischen Januar und März blieb unterm Strich ein Gewinn von 308 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Hier machte sich eine höhere Steuerlast bemerkbar. Vor Steuern und Zinsen nahm Linde 537 Millionen Euro ein und damit fast sechs Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Umsatz legte um 5,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu.

Die Aktionäre können sich über eine um fast 14 Prozent höhere Ausschüttung von 2,50 je Aktie freuen. "Wir sind ganz ordentlich in das neue Geschäftsjahr gestartet und zuversichtlich, unsere Ziele zu erreichen", sagte Konzernchef Wolfgang Reitzle. Trotz flauer weltweiter Konjunktur wolle Linde den Konzernumsatz erhöhen und das operative Ergebnis steigern. Für 2014 strebt der Konzern ein operatives Ergebnis von mindestens vier Milliarden Euro an. Im vergangenen Jahr hatte Linde Chart zeigen seinen Gewinn um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro erhöht.

Die weltweite Nachfrage nach Gasen habe deutlich zugenommen, erklärte Linde. Vor allem in Nordamerika und den Schwellenländern konnte der Konzern den Umsatz deutlich erhöhen. Neben dem klassischen Geschäft mit Industriegasen setzt Linde große Hoffnungen auf das Medizingeschäft. In den Industrienationen nehmen chronische Erkrankungen zu, Pflege und Medizin werden wichtiger. Mit einem Jahresumsatz von fast 1,2 Milliarden Euro ist Linde bereits der weltweit zweitgrößte Anbieter medizinischer Gase, Spitzenreiter ist hier der französische Konkurrent Air Liquide.

Zudem setzt Linde auf das Energiegeschäft. "Unsere Verfahren und Technologien werden über die gesamten Wertschöpfungsketten erneuerbarer und fossiler Energieträger benötigt - also von der Förderung, über die Umwandlung, den Transport und die Speicherung", sagte Reitzle. Der Konzern beschäftigt weltweit inzwischen mehr als 50.000 Menschen.

mmq/Reuters/dpa

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1. Freu!
grummelgrumpf 04.05.2012
Bei einen aktuellen Aktienkurs von ca. 130 € wäre das eine Dividende von knapp unter 2%. Zieht man davon noch die Inflation ab, hat man wirklich ein erfreuliches Ergebnis. Juhuu.
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