Unter strengen Auflagen EU-Wettbewerbshüter stimmen Fusion von Linde und Praxair zu

Mit der Fusion von Linde und Praxair entstünde ein neuer Weltmarktführer für Industriegase. Die EU-Kartellwächter haben dem Zusammenschluss nun unter Vorbehalt zugestimmt.

DPA


Die Wettbewerbshüter der EU haben der Fusion von Linde und Praxair unter strengen Auflagen zugestimmt. So muss Praxair sein gesamtes Gasgeschäft im Europäischen Wirtschaftsraum verkaufen und seine Beteiligung an dem italienischen Joint Venture Siad abgeben. Zudem sollen Helium-Bezugsverträge verkauft werden, teilte die zuständige EU-Kommission mit.

"Mit dem Beschluss stellen wir sicher, dass der Zusammenschluss von Praxair und Linde keine weitere Konzentration in Europa bewirkt und dass die Kunden auf den einschlägigen Märkten weiterhin von den Vorteilen des Wettbewerbs profitieren können", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Andernfalls hätten Preiserhöhungen gedroht.

Entscheidung von US-Wettbewerbsbehörde steht noch aus

Nun steht nur noch die Entscheidung der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission aus. Sie hatte dem Münchner Unternehmen Linde bereits jüngst überraschend weitere Verkäufe von Unternehmensteilen in den USA auferlegt, um die Fusion mit Praxair zu genehmigen.

Durch den Zusammenschluss wollen Linde und Praxair den französischen Konkurrenten Air Liquide als weltweit größten Gasehersteller ablösen. Mit 80.000 Mitarbeitern und 28 Milliarden Euro Jahresumsatz würde das Gemeinschaftsunternehmen ein Viertel des Weltmarkts beherrschen. Praxair ist Marktführer in den USA, Linde ist stark in Europa und Asien.

ans/dpa/Reuters



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frenchie3 20.08.2018
1. Ein Viertel des Weltmarktes
beherrschen. Na, da bleibt ja noch unwahrscheinlich viel Konkurrenz übrig
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