Gewinn verdoppelt LinkedIn verkündet millionenschweren Zukauf

Facebook bastelt noch an seinem Börsengang, LinkedIn erfreut bereits seine Aktionäre. Das Karrierenetzwerk meldet im ersten Quartal eine Verdopplung von Umsatz und Gewinn. Ein teurer Zukauf soll den Nutzern mehr Möglichkeiten eröffnen.

Banner zum Börsenstart von LinkedIn im Mai 2011: Anleger sind erfreut
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Mountain View - LinkedIn hat einen guten Jahresstart hingelegt und seine Prognose deutlich erhöht. Das Online-Karrierenetzwerk verdoppelte im ersten Quartal den Umsatz auf 188,5 Millionen Dollar. Der Gewinn kletterte sogar von 2,1 auf fünf Millionen Dollar, wie LinkedIn mitteilte. Die Anleger reagierten erfreut. Die Aktie legte nachbörslich um fast neun Prozent zu.

LinkedIn Chart zeigen erhöhte seine Jahresprognose und rechnet für 2012 mit Erlösen zwischen 880 und 900 Millionen Dollar und damit mit 40 Millionen Dollar mehr als bisher. Die guten Zahlen versetzen das Unternehmen in Kauflaune. LinkedIn übernimmt für knapp 119 Millionen Dollar die Plattform SlideShare. Diese ermöglicht das Hochladen von Präsentationen. So können Geschäftsleute ihre Dokumente mit anderen teilen. Die 2006 gegründete Plattform hatte zuletzt laut Marktforschern rund 29 Millionen Nutzer.

LinkedIn zählt derzeit 161 Millionen Nutzer, die über das Netzwerk neue Jobs finden oder anbieten wollen. In Deutschland ist der kleinere Konkurrent Xing stark. Geld verdient LinkedIn unter anderem mit Abo-Modellen.

Das Internet-Unternehmen war eines der ersten US-Netzwerke, das den Sprung an die Börse wagte. Die Aktie hat sich deutlich besser entwickelt als die Papiere anderer vielbeachteter Internet-Börsengänge im vergangenen Jahr. Am Donnerstag schloss sie bei über 109 Dollar. Der Ausgabepreis hatte vor knapp einem Jahr bei 45 Dollar gelegen. Der LinkedIn-Börsengang galt auch als wichtiger Test für den anstehenden Börsenstart von Facebook.

Das weltgrößte soziale Netzwerk will für die einzelne Aktie 28 bis 35 Dollar verlangen, wie aus dem am Donnerstag aktualisierten Börsenprospekt hervorgeht. Aus der Spanne ergibt sich ein Unternehmenswert für Facebook von 70 bis 87,5 Milliarden Dollar (rund 53 bis etwa 67 Milliarden Euro). Damit peilt das Unternehmen in einem ersten Schritt Einnahmen von insgesamt bis zu 11,8 Milliarden Dollar an.

mmq/dpa/Reuters



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