Goldman Sachs Lloyd Blankfein bereitet offenbar Rücktritt vor

Seit zwölf Jahren leitet er die Geschicke der US-Investmentbank Goldman Sachs. Jetzt bereitet Lloyd Blankfein einem Zeitungsbericht zufolge seinen Abschied vor. Er könnte zum Jahresende gehen.

Lloyd Blankfein (Archiv)
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Lloyd Blankfein (Archiv)


Der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, steht offenbar vor seinem Rücktritt. Dies könne bereits zum Jahresende passieren, berichtete das "Wall Street Journal" ("WSJ") unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Laut der Zeitung dürfte einer der beiden Firmenpräsidenten - Harvey Schwartz oder David Solomon - zur neuen Nummer eins aufsteigen. Bei Goldman Sachs war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

Mit dem Rücktritt würde eine Ära zu Ende gehen: Blankfein stand seit zwölf Jahren an der Spitze des Geldhauses. Er ist für zahlreiche Bewunderer wie Kritiker gleichermaßen das Gesicht der Wall Street. Unter dem 63-Jährigen festigte Goldman Sachs den Ruf als Gelddruckmaschine, wobei die Geschäfte zuletzt schleppender liefen.

Zeitpunkt des Abschieds steht noch nicht fest

In der Finanzkrise musste sich Blankfein den Vorwurf gefallen lassen, Goldman Sachs habe Kunden über den Tisch gezogen. Sein flapsig dahergesagter Spruch, er sei nur ein Banker, der Gottes Werk verrichte, zeigt bis heute in den Augen vieler Beobachter die Überheblichkeit der Geldelite.

Ob Blankfein gegen Jahresende oder Anfang kommenden Jahres wirklich geht, steht laut dem "WSJ" aber noch nicht fest. Er habe das selbst in der Hand, schrieb die Zeitung. Der Zeitpunkt wäre ein besonderer: Im Jahr 2019 feiert Goldman Sachs das 150-jährige Bestehen.

brt/dpa/Reuters

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