König der Wall Street Goldman-Sachs-Chef Blankfein ist jetzt Milliardär

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein steigt in die Milliardärsliga auf. Der Wall-Street-König profitiert vom Erfolg der Bank. Er ist bekannt für seinen phänomenalen Aufstieg - und die Skandale seiner Firma.

Top-Manager Blankfein (Archivbild): Größter Goldman-Sachs-Einzelaktionär im Glück
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Top-Manager Blankfein (Archivbild): Größter Goldman-Sachs-Einzelaktionär im Glück


Lloyd Blankfein dürfte der bestbezahlte Bankmanager der Welt sein. Im Jahr 2014 verdiente der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs inklusive Boni rund 24 Millionen Dollar und damit eine Million mehr als im Vorjahr. Jetzt hat der Erfolg der Bank ihn zum Milliardär gemacht.

Die Firmenanteile, die Blankfein als größter Einzelaktionär hält, haben ihren Wert in den Jahren seit dem Börsengang im Mai 1999 vervierfacht, heute liegt er laut dem Milliardärsindex der Nachrichtenagentur Bloomberg bei etwa 1,1 Milliarden Dollar. Der Reichtum von Blankfein, Sohn eines Postmitarbeiters, ist der Agentur zufolge geradezu dramatisch gewachsen. Der 60-Jährige ist einer der wenigen gegenwärtigen Bankmanager, die ihre Spitzenposition schon innehatten, bevor die von ihnen geführte Bank an die Börse ging.

Goldman Sachs hat sich nach der Finanzkrise ein zweites Standbein im klassischen Bankgeschäft aufgebaut, um unabhängiger von den Schwankungen an den Märkten zu werden. Goldman Sachs hatte unter Blankfein im Jahr 2012 begonnen, reiche Privatleute - sogenannte High Net Worth Individuals - als Kunden zu umwerben.

Die wohl berühmteste Investmentbank der Welt und deren Chef Blankfein waren in den Jahren nach der Finanzkrise wegen verschiedener Skandale heftig in die Kritik geraten. Unter anderem prahlten Mitarbeiter damit, wie sie ihre Kunden abzockten. Auch Blankfein gilt als Reizfigur: 2009 hatte er etwa behauptet, "Banken verrichten Gottes Werk".

bos

insgesamt 38 Beiträge
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carlo02 17.07.2015
1. Zweites
Standbein im klassischen Bankgeschäft wirft die Deutsche Bank grade weg.
Ri Chie 17.07.2015
2. na dann herzlichen Glückwusch...
...das ist mal wieder der Beweis, dass man mit ehrlicher arbeit niemals reich wird.
floriang88 17.07.2015
3. Auf dem Papier ist er Milliardär ...
... er bekommt jährlich "nur" 24 Millionen auf sein Konto überwiesen und das ist sicher auch nicht Milliarden schwer. Die Aktien die er hält sind doch nur fiktive Werte und sobald er diese massenhaft abstößt nichts mehr wert. Was ich immer Interessant finde ist das Führungskräfte meist Jura Studiert haben, da lernt man anscheinend am Besten andere Leute über den Tisch zu ziehen und besonders skrupellos zu sein.
mouth2 17.07.2015
4. Blankfein
Er ist einer der Banker, die unter einem anderen Generalstaatsanwalt für viele Jahre im Gefängnis verschwunden wären. Aber natürlich konnte Holder nicht einfach einen seiner eigenen Clienten anklagen, wenn er nach seiner Karriere wieder in seine alte Firma zurück wollte. Seine alte Stelle hat er dann vor ein paar Tagen wieder angetreten.
nixkapital 17.07.2015
5. Fein gemacht...
...der Herr Blankfein. Wahscheinlich schon eifrig an der nächsten Blase mitgewirkt und freut sich jetzt schon auf die Abfindung, wenn er seine Too-big-to-fail-Bank verlassen muss, weil mal wieder en paar Billiönchen vernichtet wurden. Zahlen tun ja immer die Anderen...
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