London will Lizenz entziehen Uber verspricht mehr Sicherheit

Nach Skandalen und Millionenverlusten droht Uber die Fahrerlaubnis in London zu verlieren. Nun verspricht der Fahrdienstvermittler mehr Sicherheit bei seinen Fahrten.

AFP


Der in London vom Lizenzentzug bedrohte Fahrdienstanbieter Uber hat neue Sicherheitsmaßnahmen für sein Angebot in Großbritannien angekündigt. Die Behörden hatten Uber vorgeworfen, zu nachlässig mit Straftaten umzugehen und seine Fahrer nicht ausreichend zu überprüfen.

Um dem Lizenzentzug zu entgehen, plant das Unternehmen ein rund um die Uhr geschalteten Telefondienst, außerdem sollen Kunden mehr Informationen über die Fahrer von Uber erhalten. Zudem will der Fahrdienstanbieter direkt alle Probleme, die bei einer Fahrt auftauchen, der Polizei melden - bislang mussten Passagiere oder Fahrer selbst aktiv werden.

Im vergangenen Jahr hatte Uber mit Skandalen und Rechtskonflikten Schlagzeilen gemacht. Auch finanziell lief es schlecht - das Unternehmen machte 2017 einen Verlust von 4,5 Millionen Euro. Zuletzt tauchte der Anbieter in den Medien auf, weil ein Amokläufer in Florida mit einem Uber zu seiner Bluttat in einer Schule fuhr.

Die Londoner Verkehrsbehörde hatte entschieden, die Lizenz für den Fahrdienstanbieter nicht zu verlängern. Uber legte Berufung ein und darf deshalb vorerst weiterhin in der britischen Hauptstadt agieren - der Fall soll im Frühsommer verhandelt werden. Uber hat nach eigenen Angaben in Großbritannien 50.000 Fahrer, davon 40.000 in London, sowie 3,5 Millionen Kunden.

ans/AFP



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