London - Der Hersteller des "Black cabs" hatte bis zuletzt auf Hilfe aus China gehofft. Vergeblich. Der Autobauer Manganese Bronze hat nach eigenen Angaben Insolvenz angemeldet. Die Gespräche mit verschiedenen Investoren zur Sicherung der Finanzierung hätten sich als "unfruchtbar" erwiesen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Auch Gespräche mit dem chinesischen Autobauer Geely, der zu 20 Prozent an dem Taxihersteller beteiligt ist, seien gescheitert.
Nach Unternehmensangaben braucht Manganese Bronze frisches Geld in Millionenhöhe. Das Unternehmen schreibt seit vier Jahren rote Zahlen. Wegen Problemen mit der Steuerung rief der Konzern erst kürzlich das neueste Modell des schwarzen Taxis, TX4, zurück - und verärgerte damit seine Stammkunden. Zudem macht dem Autobauer der wirtschaftliche Abschwung in Großbritannien zu schaffen.
Die Produktion werde während des Insolvenzverfahrens weitergeführt, teilte das in der Industriestadt Coventry ansässige Unternehmen weiter mit. Es beschäftigt etwa 300 Angestellte und stellt die berühmten Taxis seit 1948 her. Wie es nun weitergeht, ist ungewiss. Dem Autobauer wird vor allem durch Mercedes und sein Modell Vito Konkurrenz gemacht.
Die Gewerkschaft der Automobilarbeiter rief das Unternehmen auf, alles für den Erhalt des Werks in Coventry zu tun. Der Gewerkschafter Roger Maddison forderte zudem staatliche Hilfe - das Londoner Taxi sei schließlich eine Ikone.
yes/dapd
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