Elon Musk Erste Loop-Röhre soll im Dezember eröffnet werden

Eine Teststrecke des neuen Transportsystems Loop soll schon bald in Los Angeles öffnen. Unternehmer Elon Musk will kostenlose Probefahrten anbieten.

Hyperloop-Kapsel
AFP

Hyperloop-Kapsel


Mit einer abendlichen Einweihungsfeier soll ein Testtunnel für das futuristische Verkehrsmittel Loop am 10. Dezember eröffnet werden. "Der erste Tunnel ist fast fertig", twitterte der Unternehmer und Loop-Gründer Elon Musk am Montag. Am Folgetag sollen die Transportkapseln dann der Öffentlichkeit für kostenlose Probefahrten zugänglich gemacht werden.

Ziel von Musk ist letztendlich ein sogenannter Hyperloop, ein System, mit dem sich Menschen wie bei einer Rohrpost in Kapseln durch eine fast luftleere Röhre von Stadt zu Stadt bewegen und dabei Geschwindigkeiten von mehr als 1200 Stundenkilometern erreichen sollen.

Video: So funktioniert die Technik des Hyperloops

Hyperloop Transportation Technologies

Beim nun getesteten Loop soll die Geschwindigkeit auf der Teststrecke in Los Angeles indes maximal 250 Stundenkilometer betragen. Künftig sollen aber mehr als 300 Stundenkilometer möglich sein.

Der Tunnel soll später für weitere Tests und für den Hyperloop-Wettbewerb genutzt werden. Gebaut hat ihn Musks Boring Company. Der Milliardär hatte sein Konzept für den Zukunftszug im August 2013 vorgestellt.

Musk, der auch den Raumfahrtkonzern SpaceX gegründet hat und den Autohersteller Tesla leitet, ist nicht der einzige, der an einer Entwicklung von Hyperloop-Systemen arbeitet. Auch der britische Milliardär Richard Branson hat mit seinem Unternehmen Virgin Hyperloop One bereits Tests im US-Bundesstaat Nevada durchgeführt.

Kritiker zweifeln an der Machbarkeit der Hyperloops, weil unklar ist, ob die Vakuumröhren auch gegen Terroranschläge und Erdbeben gesichert werden können.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version wurde Elon Musk auch als Gründer des Autokonzerns Tesla bezeichnet. Tatsächlich ist er erst kurz nach Gründung des Unternehmens eingestiegen. Zudem war die Rede davon, dass bereits ein Hyperloop getestet wird. Wir haben die Fehler korrigiert.

fek/AFP



insgesamt 62 Beiträge
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Ogim 23.10.2018
1. Keine HyperloopRöhre
Bitte etwas genauer recherchieren. Bei dieser Teststrecke handelt es sich nicht um eine Teststrecke für den Hyperloop. Der Tunnel ist wesentlich kleiner im Durchmesser als die geplante HL-Röhre.. Bei diesem Tunnel handelt es sich es sich um einen Testtunnel in dem das von Elon Musk propagierte städtischer Tunnel basierende Verkehr System getestet werden soll. Dabei bewegen sich so genannte Pots die elektrisch betrieben werden mit Tesla Auto Technik. Diese Pots können dabei entweder Autos direkt transportieren oder sie tragen eine busähnliche Kabine. Wie gesagt – bitte genauer recherchieren.
oli69 23.10.2018
2. Zeithorizont
Wenn Musk sagt künftig kann das ja noch Jahre dauern, das kennt man von Tesla. Mit 250/kmh fährt er nicht mal so schnell wie bei uns ein ICE oder in Frankreich der TGV.
felisconcolor 23.10.2018
3. Hm
Zitat: "Kritiker zweifeln an der Machbarkeit der Hyperloops, weil unklar ist, ob die Vakuumröhren auch gegen Terroranschläge und Erdbeben gesichert werden können." Die gleiche Frage könnte ich auch beim ICE stellen. Da fallen mir genügend Szenarien ein. Eschede hat gezeigt das es keine Terroranschläge oder Erdbeben braucht. So kann man jedes Projekt totreden. Zumindest ein Argument zieht beim Hyperloop nicht, das er sich beim vorbei fliegen "anhört wie ein Düsenjäger" was von einigen noch lautstärkeren Kritikern des Transrapid angeführt wurden.
investor3000 23.10.2018
4.
Zitat von oli69Wenn Musk sagt künftig kann das ja noch Jahre dauern, das kennt man von Tesla. Mit 250/kmh fährt er nicht mal so schnell wie bei uns ein ICE oder in Frankreich der TGV.
Der Hyperloop ist nicht langsamer als unsere neuste ICE-Generation, denn vom CSU-Verkehrsministerium wurden ICE-Züge mit einer absoluten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h bestellt (ICE-4). Die Franzosen lassen sich natürlich nicht mit so einer lahmen Ente abspeisen.
627235 23.10.2018
5. Design
Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass jemand irgendwo auf der Welt ernsthaft daran arbeitet, ein Vakuumröhrenzugsystem zu entwickeln (und dabei praktische Fortschritte erzielt). Unter der Marke Hyperloop werden Hochglanzmodelle gebaut (und sie sehen nicht einmal so aus, als wären sie für eine Vakuumröhre entworfen), aber Technik ist keine enthalten (die gezeigte Kapsel ist eine leere Hülle). Es gibt keine praktischen Vorschläge, wie eine Vakuumkammer gebaut werden könnte, die lang genug wäre um zwei Städte zu verbinden (und die Rohrsegmente, die Musk gelegentlich präsentiert, sind hierfür definitiv ungeeignet). Sicherheit vor Erdbeben oder Terroranschlägen sind noch lange kein Thema, solange die Sicherheit vor thermischer Expansion und winzigen Verarbeitungsfehlern nicht gewährleistet ist. Letztlich ist das Konzept einer Vakuumröhrenbahn nicht neu - weshalb wir ein Jahrhundert Zeit hatten, uns alle Gründe zu überlegen, warum es unpraktisch ist. Dass Elon Musk jetzt Hochglanz-Attrappen präsentiert und sich aus vielen Richtungen Geld und unbezahlte Technologie zuschieben lässt, ändert nichts an den fundamentalen Hindernissen.
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