Umstrittene Zwangsräumungen: Los Angeles darf Deutsche Bank verklagen

Ist die Deutsche Bank einer der größten "Slumlords" von Los Angeles? Die Stadtverwaltung sieht es so und bringt das Geldhaus nun vor Gericht. Der Vorwurf: Mieter sollen aus zwangsversteigerten Häusern vertrieben worden sein, Gebäude seien verfallen. Die Bank streitet das ab.

Skyline von Los Angeles: Menschen zu Unrecht aus ihrem Heim vertrieben? Zur Großansicht
REUTERS

Skyline von Los Angeles: Menschen zu Unrecht aus ihrem Heim vertrieben?

Los Angeles - Die Aufarbeitung der US-Immobilienkrise ist für die Deutsche Bank noch nicht vorbei. Nach Angaben der Rechtsvertretung von Los Angeles wies ein Gericht den Antrag des Geldhauses zurück, eine Klage der Stadt zurückzuweisen. Damit kommt es zum Zivilprozess wegen umstrittener Zwangsräumungen.

Los Angeles wirft zwei US-Tochterfirmen der Bank vor, sie zählten zu den größten "Slumlords" der Millionenmetropole. Die Deutsche Bank habe Menschen zu Unrecht aus ihrem Heim vertrieben und Hunderte Anwesen verfallen lassen. Im Zuge der US-Immobilienkrise mussten viele Amerikaner ihre Häuser räumen, weil sie die Hypotheken nicht mehr bezahlen konnten.

Die Deutsche Bank kündigte an, sich vor Gericht entschieden zur Wehr zu setzen. Die Klage richte sich an die falsche Adresse, da das Institut nicht für die Anwesen verantwortlich sei.

Prozesse wegen ihrer US-Immobiliengeschäfte haben die Deutsche Bank bereits viel Geld gekostet. So zahlte das Institut im vergangenen Jahr allein 202 Millionen Dollar, um eine Klage gegen seine US-Tochter MortgageIT abzuwenden. Anfang April trennte sich die Deutsche Bank von milliardenschweren Immobilienkrediten in den USA, um so ihre Bilanz zu entlasten.

dab/Reuters

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