Ranking Luanda ist für Ausländer die teuerste Stadt weltweit

Die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland kann für Unternehmen eine kostspielige Angelegenheit sein. Besonders teuer ist die Besetzung von Niederlassungen in Angola und dem Tschad.

AFP

Die afrikanischen Städte Luanda und N'Djamena sind einer Untersuchung zufolge für Ausländer die teuersten Städte weltweit. Die Hauptstädte Angolas und des Tschad landeten in einem vom Beratungsunternehmen Mercer erstellten Ranking zu den Lebenshaltungskosten für ins Ausland entsandte Mitarbeiter von Unternehmen auf Platz eins und zwei. An dritter Stelle kommt Hongkong.

Es folgen Singapur, Zürich, Genf, Tokio, Bern, Moskau und Shanghai. Teuerste deutsche Stadt ist demnach München auf Platz 55 vor Frankfurt am Main auf Platz 59 (siehe Fotostrecke).

Für die Studie verglich Mercer in 211 Großstädten mehr als 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter die Kosten für Miete, Lebensmittel, Kleidung und Freizeitangebote. Für multinationale Unternehmen und Regierungen auf der ganzen Welt liefern die Studienergebnisse oft Anhaltspunkte für die Festlegung der Vergütungszulagen zum Ausgleich von Lebenshaltungskosten für entsandte Mitarbeiter. Als Ausgangspunkt dienen die Lebenshaltungskosten in New York. Eingerechnet werden auch die Preisschwankungen, die sich durch die Veränderung der Wechselkurse im Vergleich zum Dollar ergeben.

Westlicher Standard in Afrika ist teuer

Der Wertverfall des Dollar gegenüber den europäischen Währungen ist auch Ursache dafür, dass das Preisniveau in den Städten Europas im Vergleich überdurchschnittlich angestiegen ist. Zweiter wesentlicher Faktor ist der Anstieg der Kosten für Wohnraum, insbesondere in den Metropolen.

Auch bei den Spitzenreitern in dem Ranking spielen die Wohnkosten eine entscheidende Rolle. "Es kann sehr schwierig und auch teuer sein, in Luanda und N'Djamena eine sichere Unterkunft zu finden, die westlichen Normen entspricht", erklärt Mercer-Experte Ed Hannibal. Das Gleiche gelte für die meisten bevorzugten Konsumgüter, die aufwendig importiert werden müssten. Für die Einheimischen, die keinen westlichen Lebensstil pflegten, seien beide Städte dagegen deutlich weniger kostspielig.

mik/AFP

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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
Frank Zi. 10.07.2014
1.
Was genau ist da so teuer? Die privaten Söldnertruppen zum Schutz?
koblex 10.07.2014
2. teures afrika
ne, Einfuhrzölle,keine privaten Söldnertruppen, Schutz für was ?
Mario V. 10.07.2014
3. @Frank Zi.
Nicht bis zu Ende gelesen? Steht doch im letzten Abschnitt.
Questionator 10.07.2014
4. Mein Mitleid
Zitat von sysopAFPDie Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland kann für Unternehmen eine kostspielige Angelegenheit sein. Besonders teuer ist die Besetzung von Niederlassungen in Angola und dem Tschad. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/luanda-und-n-djamena-teuerste-staedte-fuer-auslaender-a-980336.html
mit den armen geschröpften Kolonialherren hält sich in Grenzen, die verdienen in der Woche immer noch mehr als der Durchschnittliche Einheimische im Jahr. Was genau will uns der Artikel sagen, außer dass Luxus teuer ist?
Malshandir 10.07.2014
5. preise werden sich noch aendern
Leider hat man die Kosten fuer die Sicherheitsdienste nicht eingerechnet, die in vielen Regionen der Welt notwendig sind, dann wird Baghdad auch noch vorne rutschen.
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