Unterstützung für Airlines Dobrindt will Gebühren für Flugsicherung senken

Die Luftfahrtbranche in Deutschland ist in der Krise. Nun will Verkehrsminister Dobrindt (CSU) die Gebühren für die Flugsicherung um mehr als 200 Millionen Euro im Jahr senken - auf Kosten des Bundes.

Lufthansa-Maschine vor Tower der Flugsicherung in Frankfurt
picture alliance / dpa

Lufthansa-Maschine vor Tower der Flugsicherung in Frankfurt


Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Luftfahrtbranche durch niedrigere Gebühren für die Flugsicherung finanziell entlasten. Im kommenden Jahr sollen Fluggesellschaften 213 Millionen Euro weniger für den Lotsenbetrieb bei An- und Abflügen entrichten müssen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet.

"Die Branche steht in einem harten internationalen Wettbewerb und unter wachsendem Kostendruck", zitierte die Zeitung Dobrindt. Mit der Gebührensenkung sollten die Luftfahrtunternehmen gestärkt und ihnen Spielräume verschafft werden, um zu investieren und Beschäftigung zu sichern.

Tatsächlich befindet sich gerade die deutsche Luftfahrtbranche in der Krise. Im ersten Halbjahr 2016 verzeichneten die hiesigen Fluggesellschaften einen Rückgang bei den verkauften Personenkilometern - während der Verkehr weltweit, aber auch in Europa als Ganzem, zunahm.

Bezahlt werden die Maßnahmen dem Bericht zufolge aus dem Bundeshaushalt. Konkret übernimmt der Bund demnach 2017 Kostenbestandteile der Flugsicherungsgebühren in Höhe von 111 Millionen Euro. Darüber hinaus werde das Eigenkapital der Deutschen Flugsicherung um 102 Millionen aufgestockt, um hierüber ebenfalls die Gebühren zu senken. Die Flugsicherungsgebühren zahlen die Fluggesellschaften dafür, dass die Lotsen der Flugsicherung für einen reibungslosen Ablauf bei An- und Abflügen sorgen.

fdi/Reuters



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