Flugzeugwartung Lufthansa droht mit Abbau von mehr als 2000 Stellen

Am Standort Hamburg drohen Beschäftigten von Lufthansa Technik drastische Sparmaßnahmen. Das berichtet der SPIEGEL. Nur so sei dem Konzern zufolge ein Stellenkahlschlag zu verhindern.

Lufthansa Technik in Ham burg
DPA

Lufthansa Technik in Hamburg


Die Konzernleitung von Lufthansa Technik droht den Beschäftigten mit dem Abbau von mehr als 2000 Stellen am Standort Hamburg. Betroffen sind rund 400 Arbeitsplätze im Bereich Überholung sowie 1700 in der Instandsetzung von Triebwerken. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 13/2016
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Um den Kahlschlag zu verhindern, sollen Betriebsrat und Gewerkschaften bis Ende März drastischen Sparmaßnahmen zustimmen.

Das Unternehmen will unter anderem Löhne kürzen, das Weihnachtsgeld streichen und auch an Sonntagen einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb einrichten, für den bereits ein Antrag bei der Stadt Hamburg gestellt worden ist.

600 Stellen in der Triebwerkswartung will Lufthansa-Chef Carsten Spohr auch dann streichen, wenn die Arbeitnehmervertreter den Rationalisierungsmaßnahmen zustimmen.

Die Beschäftigten, die private Luxusjets einrichten, könnten bald ebenfalls betroffen sein, weil die Auftragsbücher leer sind. Bereits vor Jahren hat das Unternehmen damit begonnen, Wartungsarbeiten in Länder mit Billiglöhnen zu verlagern. Die Triebwerkswartung könnte ins polnische Kattowitz umziehen.

Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte die Umstrukturierungspläne, sie seien notwendig, um "im internationalen Wettbewerb zu bestehen".

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insgesamt 108 Beiträge
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slashmaxx 26.03.2016
1. Gier der Manager?
Hat die Lufthansa nicht neulich die Betriebszahlen bekanntgegeben und was von gesteigertem Gewinn geredet? 1,8Mrd oder so? Da läuft im Verständnis etwas grundsätzlich falsch, was ein Unternehmen leisten soll und muss. Getreu dem Motto "Mehr! Mehr! Mehr!" mfg slash
felisconcolor 26.03.2016
2. Dicke Gewinne
einfahren und dann den Mitarbeitern die Löhne kürzen und mit Rauswurf drohen. Der Konzern kommt immer symphantischer rüber. Sind richtig nette Leute. Und die Gewerkschaften werden wieder klein beigeben.
jujo 26.03.2016
3. ...
Das sollte die Aktionäre freuen! Die Boni für Spohr und Kollegen dürften kräftig steigen.
sorbas2013 26.03.2016
4. Nach Milliardengewinn...
...nun der drastische Stellenabbau bzw. ein angekündigter möglicher Kahlschlag. Als ehemaliger Unternehmensberater kann ich nur mit dem Kopf schütteln...den Nieten im Nadelstreifen fällt auch immer nur eine Managemententscheidung ein: Stellen streichen und Lohnkosten drücken, statt Umsatz und somit Gewinn steigern. Vor allem dann, wenn man gerade Milliardengewinne verkündet hat - wenn auch nur dank der niedrigen Öl/Kerosinpreise.
smartphone 26.03.2016
5. Notwendige Strukturmaßnahmen
Natürlich - diese Einfallslosigkeit des zB Hr Spohr korreliert mit seiner progressiv wachsendem Managergehalt (wenigstens etwas was wächst ) Wer einen etwas weiteren Verstandshorizont besitzt dürfte längst bemerkt haben, daß es ganu diese Machenschaften sind ,die u.a. die Bemühungen eines Hr Draghi ins Leere laufen lassen ..... Denn es ist vielen nicht bewußt , daß es das Leerlaufen des dt Mittelstands ( udn speziell der dt Akademiker ) es ist ,welches nachhaltig uns die 0% Zins erhalten wird..... SOweit denkt halt solches Managergeschmeiß eben nicht .
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