Frankfurt am Main - Die Flugbegleiter der Lufthansa
werden vorerst nicht streiken. Die Gewerkschaft Ufo will einen letzten Versuch unternehmen, sich im Tarifstreit doch noch zu einigen. Grund für die Vertagung des Streiks sei nicht das jüngste Verhandlungsangebot der Lufthansa, sondern die Bitte nach einer sogenannten großen Lösung seitens der Fluggesellschaft.
Sollte es bis Montag keine Einigung für die rund 19.000 Flugbegleiter geben, werde die Gewerkschaft ihre Mitglieder zu konkreten Arbeitskampfmaßnahmen aufrufen. Das am Mittwoch vorgelegte neue Angebot der Lufthansa sei nicht verhandelbar gewesen, sagte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies. Allerdings habe der neue Lufthansa-Personalvorstand Peter Gerber den Tarifstreit nun zur Chefsache gemacht und Missverständnisse eingeräumt.
Am Freitag hatte die Ufo ein Angebot der Fluggesellschaft abgelehnt, daraufhin hatte die Lufthansa die neue Offerte vorgelegt, in der es ausschließlich um Fragen der Vergütung gehen sollte.
Der Tarifstreit zieht sich bereits über Monate hin. Die Gewerkschaft hatte im April fünf Prozent mehr Lohn gefordert. Daneben wollte die Ufo einen Verzicht auf Leiharbeit sowie Regelungen zu einer Beteiligung am Gewinn der Lufthansa festschreiben. Anfang August hatten 97,5 Prozent der in der Ufo vertretenen Flugbegleiter für Streiks gestimmt, sollte es zu keiner Einigung mit der Fluggesellschaft kommen.
max/dpa/Reuters
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