Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Partnerschaft mit chinesischem Marktführer: Lufthansa kooperiert mit Drohnen-Hersteller

Die Lufthansa sucht neue Einnahmequellen, dazu könnte auch das Geschäft mit Drohnen gehören. Nun vereinbarte der Luftfahrtkonzern eine Partnerschaft mit dem weltweit größten Hersteller DJI aus China.

Kameradrohne von DJI: Erste Tests an Windrädern Zur Großansicht
DPA

Kameradrohne von DJI: Erste Tests an Windrädern

Die Lufthansa will ins Geschäft mit Drohnen einsteigen. Dazu vereinbarte das Unternehmen eine Kooperation mit dem weltweiten Marktführer DJI aus China. Dadurch sollten neue Anwendungsmöglichkeiten bei Großkunden ausgelotet werden, teilte die Lufthansa Chart zeigen mit.

DJI liefere dabei die Geräte, die dann von der Lufthansa-Tochter Aerial Services für den kommerziellen Einsatz überarbeitet werden. Der Frankfurter Konzern übernehme später den Betrieb. Erstmals zum Einsatz kamen die Drohnen bei der Inspektion von Windrädern. "Es war für uns ein Test, um zu schauen, ob es Kunden gibt", sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Weitere denkbare Einsatzfelder wären die Überprüfung von Pipelines oder die Vermessung von Baustellen. Bis Ende des Jahres werde entschieden, ob die Airline in das Drohnengeschäft einsteige.

Die Lufthansa sucht nach neuen Erlösquellen, da das Flug-Kerngeschäft unter Druck steht. Der Betrieb von Drohnen ist dabei nur eine Idee von vielen. Nach Aussagen von Konzernchef Carsten Spohr ist die Lufthansa wegen der konzerneigenen Flugschule dazu prädestiniert, Drohnenpiloten ausbilden. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht.

Durch den Einsatz von Drohnen werden nicht nur neue Geschäftsfelder möglich, auch Airlines selbst können damit ihre Kosten senken. Easyjet Chart zeigen etwa setzt die ferngesteuerten Fluggeräte zur Inspektion ihrer Passagierjets ein.

Experten zufolge steht die Drohnen-Branche vor einem rasanten Wachstum: Der jährliche Umsatz dürfte sich von 6,4 Milliarden Dollar im Jahr 2014 auf 11,5 Milliarden Dollar Mitte des nächsten Jahrzehnts verdoppeln, schätzt das Marktforschungsunternehmen Teal. Gut zehn Prozent davon dürften auf nichtmilitärische Drohnen entfallen.

DJI wächst seit der Gründung 2006 jährlich um das Fünffache. Nach einem Büro in Frankfurt eröffneten die Chinesen voriges Jahr am Flughafen der Main-Metropole auch einen der ersten Läden. Die Firma kontrolliert nach eigenen Angaben 70 Prozent des Weltmarkts für Drohnen. Mittlerweile wird der 4000 Mitarbeiter starke Konzern mit acht Milliarden Dollar bewertet.

Reuters/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. DJI ist ein gutes Beispiel dafür,
go-west 26.01.2016
daß China zumindest in einigen Bereichen über den Status des Billig-Kopierers endgültig hinaus ist. Die Firma ist nicht nur bei Umsatz, sondern auch bei der Technik führend und hat ein atemberaubendes Entwicklungstempo. Und schafft nun durch Vertriebs- und Servicesrukturen Arbeitsplätze in Europa. Hut ab vor dieser Firma.
2.
ffmfrankfurt 27.01.2016
Vielleicht ein neues Economy Class Produkt? Passagier wird unten eingeklinkt und los gehts.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: