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Arbeitskampf der Piloten: Streiks kosten Lufthansa 170 Millionen Euro

Lufthansa-Flugzeuge (Archivbild): Achtmal wurde in diesem Jahr bereits gestreikt Zur Großansicht
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Lufthansa-Flugzeuge (Archivbild): Achtmal wurde in diesem Jahr bereits gestreikt

Der Dauerstreit mit den Piloten kommt die Lufthansa teuer zu stehen. Laut Konzern liegen die Kosten für Streiks bisher bei 170 Millionen Euro. Auch die schwache Konjunktur macht dem Unternehmen zu schaffen.

Frankfurt am Main - Teure Pilotenstreiks und eine schwächelnde Weltwirtschaft machen der Lufthansa die Geschäfte schwer. Für das laufende Jahr seien bisher Streikkosten von 170 Millionen Euro angefallen, gab der Konzern bei Veröffentlichung seiner Geschäftserbnisse bekannt.

Trotzdem peilt die Lufthansa für das Gesamtjahr weiter einen operativen Gewinn von rund einer Milliarde Euro an - allerdings unter der optimistischen Annahme, dass es keine weiteren Streiks bis zum Jahresende gibt. Falls noch weiter gestreikt würde, hätte das Einfluss auf die Prognose für dieses Jahr, sagte Finanzchefin Simone Menne. 849 Millionen Euro hat das Unternehmen bereits in den ersten neun Monaten verdient.

Die Streiks der Pilotenvereinigung Cockpit (VC) haben den Konzen und seine Kunden in diesem Jahr bereits stark getroffen. Seit April mussten bei der Lufthansa sowie ihren Töchtern Lufthansa Cargo und Germanwings rund 5900 Flüge streikbedingt gestrichen werden. Davon waren nach Angaben der Fluggesellschaft 660.000 Passagiere betroffen.

Insgesamt hatte die Pilotengewerkschaft neunmal zum Streik aufgerufen. Ein Ausstand wurde wieder abgesagt. Der letzte Streik war in der vergangenen Woche zu Ende gegangen.

Doch nicht nur die Arbeitsniederlegungen machen der Lufthansa zu schaffen. Auch die schwache Wirtschaftsentwicklung trübt den Ausblick. Für das kommende Jahr musste das Unternehmen deshalb schon zum zweiten Mal seine Gewinnprognose senken. Statt bis zu zwei Milliarden Euro operativen Gewinn werde neu für 2015 nur noch ein Ergebnis "deutlich über dem diesjährigen" erwartet, teilte der Konzern mit.

stk/dpa/Reuters

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insgesamt 59 Beiträge
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1. hat Lufthansa keine Mitbewerber
MütterchenMüh 30.10.2014
Mal sehen, ob bei diesem egoistischen Einzelkampf der Piloten nicht noch ein Unternehmen auf der Strecke bleibt? Die Lufthansa-Piloten scheinen wirklich zu glauben, für sie gibt es keine Mitbewerber auf dem Markt!
2. Vielflieger
mps58 30.10.2014
Nachdem die Lufthansa ihre Vielflieger mittlerweile wesentlich schlechter behandelt als die Konkurrenz, wundert mich der Abwärtstrend bei der Airline überhaupt nicht. Das noch gepaart mit einer veralteten Flotte und großspurigen Ankündigungen von neuen Innenausstattungen und der neuen Premium Economy Class die dann Jahre nach der Einführung immer noch nur auf wenigen Routen verfügbar sind. Wo bleibt die Kundenorientierung? Die Lufthansa scheint mehr mit sich selbst beschäftigt zu sein.
3. Was die Lufthansa der Dickkopf der Vorstände kostet
Eppelein von Gailingen 30.10.2014
Am Ende siegen doch wieder die Piloten, das war in der Vergangenheit immer so. 170 Mio. € sind ein nettes Sümmchen, nur weil im Vorstand, vielleicht auch im Bund, denn die halten Anteile, einige glauben man kann den Piloten nicht alles durchgehen lassen. Einmal gemachte Zusagen, kann man nicht so en passant rückgängig machen. Oder alle 5 Minuten die Meinung wechseln, wie wir es in der derzeitigen Regierung ständig erleben.
4. Kommt mir noch sehr wenig vor
Diskutierender 30.10.2014
Der Betrag erscheint mir noch äusserst gering. Ich persönlich würde zur Zeit kein Ticket bei Lufthansa buchen, solange der Arbeitskampf nicht endgültig gelöst ist. So laufen Sie immer das Risiko, am geplanten Flugtermin dumm dazustehen.
5. Nur 170 Mio ?
oldmax 30.10.2014
Viel schlimmer: der Name Lufthansa, eine brillante weltweite Visitenkarte Deutschlands, hat viel Glanz verloren. Für die Fliegenden ist das anders: die haben schon lange keinen guten Ruf mehr.....
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