Lufthansa Flugbegleiter streiken Donnerstag und Freitag

Die Lufthansa steht vor einem neuen Streik. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO ruft ihre Mitglieder für Donnerstag und Freitag zu Arbeitsniederlegungen auf.

Flugbegleiter während des Streiks am 6. November: Erneuter Ausstand
DPA

Flugbegleiter während des Streiks am 6. November: Erneuter Ausstand


Kunden der Lufthansa müssen sich erneut auf Flugausfälle einstellen. Wie die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO mitteilte, hat sie ihre Mitglieder zunächst für Donnerstag und Freitag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. UFO-Chef Nicoley Baublies sagte, es sei noch nicht entschieden, ob auf der Kurz-, Mittel- oder Langstrecke gestreikt werde.

Weitere Arbeitsniederlegungen seien am Montag, den 30. November, möglich, falls Lufthansa bis dahin "nicht angemessen" auf die Forderung von UFO reagiere, teilte die Gewerkschaft weiter mit. Das erste Adventswochenende soll vom Streik ausgenommen werden.

Hintergrund des Arbeitskampfes ist ein Streit über die Alters- und Übergangsversorgung der Flugbegleiter. Lufthansa Chart zeigen habe der Gewerkschaft immer noch kein verbessertes Angebot zur Alters- und Übergangsversorgung vorgelegt, begründete UFO-Chef Baublies den Streikaufruf. "Wir hoffen, dass dies endlich zu ernsthafter Bewegung in diesem Arbeitskampf führt und wir nicht gezwungen sind, im Dezember auch noch streiken zu müssen", sagte er.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft war zuletzt vom 6. bis 13. November bei der Lufthansa in den Ausstand getreten. Es war der längste Streik in der Geschichte der Fluggesellschaft, etwa 4700 Flüge fielen aus. Rund eine halbe Million Passagiere waren davon betroffen.

In der laufenden Tarifauseinandersetzung haben sich die Airline und ihre Flugbegleiter bislang nicht annähern können. Zuletzt war der Versuch der Lufthansa gescheitert, alle drei im Unternehmen aktiven Gewerkschaften an einen Runden Tisch zu holen, um gemeinsam über die Zukunft der Betriebsrenten und die Sicherheit der Arbeitsplätze zu sprechen. Dies hatte bereits die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit abgelehnt.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr treibt einen grundlegenden Umbau des Luftverkehrskonzerns voran. Unter anderem soll die Billiglinie Eurowings schneller ausgebaut werden. Sparen will Spohr unter anderem bei den Beschäftigten der zuletzt schrumpfenden Kerngesellschaft Lufthansa. Der Konzern hat daher die Tarifverträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten gekündigt.

In getrennten Verhandlungen zu den verschiedenen Berufsgruppen ist es mit keiner der drei Gewerkschaften bislang zu einem Abschluss gekommen. Stattdessen haben die Piloten bereits 13-mal gestreikt, die Flugbegleiter eine ganze Woche lang.

(Hier bekommen Lufthansa-Kunden Antworten auf die wichtigsten Fragen zum bevorstehenden Streik.)

mmq/Reuters/AFP/dpa



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insgesamt 86 Beiträge
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Seite 1
INGXXL 23.11.2015
1. So sägt man den Ast
ab auf dem man sitzt. Wer noch mit Lufthansa fliegt ist selber schuld. Im Inland kann man die Bahn nehmen Ins Ausland gibt es genug andere Alternativen.
rebtor 23.11.2015
2.
Da die "Arbeiter", offenbar, nicht nachdenken (können), und wissen, welchen, nachhaltigen, Schaden sie, bei der Lufthansa, und damit ihren Jobs, anrichten, kriegen sie wohl, zwangsläufig, statt mehr Geld, ihre Kündigungen....
eimer-gelbwurst 23.11.2015
3. Nie mehr
Lufthansa.
b.weirich 23.11.2015
4. Streiken
Ich bin von diesen Streiks zwar bisher nicht betroffen, habe aber wenig Verständnis für Streiks von sehr, sehr privilegierten Arbeitnehmern. Diese Leute wissen anscheinend nicht mehr was bei normalen Arbeitgebern bezahlt wird. Nicht bei Konzernen. Weil wenn Sie es wüssten, dann würden sie nicht streiken, sondern für den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes spenden.
anny_1996 23.11.2015
5. Und wieder Streik
Irgendwann schafft es eine der Gewerkschaften bei der Lufthansa, dass das Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten kommt. Irgendwie glaube ich sowie so, dass die Gewerkschaften in den Transportgeweben eine gestörten Realitätswahrnehmung haben.
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