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Tarifstreit: Lufthansa und Flugbegleiter einig über Renten und Gehälter

Annäherung bei der Lufthansa: Die Airline und ihre Flugbegleiter verständigen sich auf Tarifverträge zum Entgelt und zur Altersversorgung. Andere Streitpunkte sind noch ungelöst.

Lufthansa-Flugbegleiter bei Streik im November 2015: Streit über Gehalt und Rente beigelegt Zur Großansicht
REUTERS

Lufthansa-Flugbegleiter bei Streik im November 2015: Streit über Gehalt und Rente beigelegt

Die Lufthansa Chart zeigen und ihre Flugbegleiter haben sich auf Tarifverträge zum Gehalt und zur Altersversorgung geeinigt. Noch offene Fragen, insbesondere zur Arbeitsorganisation, sollen nun in einer Schlichtung bis zum 30. Juni erledigt werden, teilten beide Seiten am Freitag in Frankfurt mit. Der SPD-Politiker Matthias Platzeck wird das Schlichtungsverfahren leiten.

Damit drohen wohl keine weiteren Streiks der Flugbegleiter, auch über das Ende der vereinbarten Friedenspflicht bis Juni hinaus, die während der Schlichtung gilt. Im November 2015 waren die Flugbegleiter in den längsten Ausstand der Firmengeschichte getreten. Bemerkenswert ist, dass sich beide Seiten bereits vor offiziellem Beginn der Schlichtung nun über Gehälter und Altersversorgung einigen konnten. Auch diese Teileinigung ist bereits vom designierten Schlichter Platzeck vermittelt worden. Für das Schlichtungsverfahren haben beide Seiten zudem die Details festgelegt.

Mit der Einigung hat nach dem Bodenpersonal mit den rund 19.000 Flugbegleitern eine zweite wichtige Berufsgruppe bei der Lufthansa die Umstellung des Rentensystems auf feste Beiträge des Unternehmens akzeptiert. Allerdings sind bei den Renten noch einige Detailfragen offen, die möglicherweise in die Schlichtung überführt werden sollen. Daher wäre theoretisch auch noch ein Scheitern der Regelungen zu Übergangs- und Betriebsrenten denkbar. Auf jeden Fall werden die UFO-Mitglieder in einer Urabstimmung das endgültige Ergebnis bewerten.

Bei den Gehältern für das Kabinenpersonal zu Beginn dieses Jahres greift eine Stufenerhöhung von 2,2 Prozent, wie Konzern und Gewerkschaften mitteilten. Für das bei Lufthansa geschäftlich sehr erfolgreiche Jahr 2015 erhalten die Flugbegleiter zudem eine Einmalzahlung von 3000 Euro.

fdi/dpa

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1. Lufthansa de luxe
herbert 22.01.2016
wo die Fluglinie noch staatlich war, wurden de luxe Gehaelter und Gehaltszahlungen vorgenommen. Dazu eine satte zusaetzliche Altersversorgung. Ein reiner Selbstbedienungsladen ! Heute muss die Lufthansa um Kunden kaempfen und die Beschaeftigten aus der DELUXE Zeit wollen weiterhin volle Taschen haben. Ein Unding denn in anderen Unternehmen sieht es anders aus.
2. ja schon
naklar261 22.01.2016
ich fliege oefter aber niemals lufthansa, da ich gerne wie geplant fliege. die schuld sehe ich jedoch bei der arbeitgeberseite. einfach faire gehaelter und arbeitsbedingungen schaffen, dann gibts auch keine streiks. arbeitsbedingungen wie bei manchen billig airlines wuenscht doch nicht wirklich irgendwem
3. wie?
janne2109 22.01.2016
das Jahr 2015 war erfolgreich für die Lufthansa, muss ich etwas überlesen haben
4.
redwed11 22.01.2016
Zitat von herbertwo die Fluglinie noch staatlich war, wurden de luxe Gehaelter und Gehaltszahlungen vorgenommen. Dazu eine satte zusaetzliche Altersversorgung. Ein reiner Selbstbedienungsladen ! Heute muss die Lufthansa um Kunden kaempfen und die Beschaeftigten aus der DELUXE Zeit wollen weiterhin volle Taschen haben. Ein Unding denn in anderen Unternehmen sieht es anders aus.
Immer dieser Neid auf Beschäftigte die ein einigermaßen faires Einkommen erhalten und nicht in Altersarmut fallen wollen. Wenn Sie in einer Klitsche tätig sind, wo miese Löhne gezahlt werden, ist das Ihr Problem. Zum Glück gibt es noch Beschäftigte, die für anständige Löhne kämpfen.
5.
redwed11 22.01.2016
Zitat von janne2109das Jahr 2015 war erfolgreich für die Lufthansa, muss ich etwas überlesen haben
Ein Gewinn von ca. 1 Milliarde Euro ist doch ein Erfolg. Und wenn sich der Vorstandsvorsitzende von seinem Kumpel im Aufsichtsrat eine Erhöhung von 400.000 Euro (das Doppelte vom Jahresgehalt der Bundeskanzlerin) jährlich zuschanzen lässt, dann ist es das Mindeste was die Flugbegleiter erhalten.
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