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Trotz Streikserie: Gehaltserhöhung für Lufthansa-Bosse

Lufthansa-Chef Spohr: Am Ende auch Zustimmung einiger Arbeitnehmer Zur Großansicht
DPA

Lufthansa-Chef Spohr: Am Ende auch Zustimmung einiger Arbeitnehmer

Carsten Spohr und seine Vorstandskollegen bei der Lufthansa bekommen zu Weihnachten doch noch eine Gehaltserhöhung: Die zunächst vertagte Anhebung wurde genehmigt. Für den Konzernchef bedeutet das ein Plus von 300.000 Euro.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr und seine Vorstandskollegen können sich kurz vor Weihnachten doch noch über eine Gehaltserhöhung freuen. Diese haben die Kontrolleure des Unternehmens Ende vergangener Woche im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber wollte eigentlich schon auf der letzten Sitzung des Gremiums am 2. Dezember über eine Anhebung der Vorstandsvergütung abstimmen lassen. Doch die Entscheidung wurde überraschend vertagt und stattdessen die Zustimmung auf dem Schriftweg beantragt.

Mayrhuber fürchtete wohl, die geplante Anhebung könne zu Diskussionen führen und womöglich durchfallen. Vertreter des fliegenden Personals hatten angesichts der jüngsten Streikserie dafür geworben, die umstrittene Gehaltserhöhung zu verschieben, konnten sich aber nicht durchsetzen. Am Ende votierten sogar einige Vertreter der Arbeitnehmer dafür.

Spohr bekommt nun über 300.000 Euro zusätzlich pro Jahr, seine Kollegen erhalten ein Plus von rund 100.000 Euro. Das neue Gehalt des Lufthansa-Chefs beträgt damit rund 2,3 Millionen Euro.

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insgesamt 125 Beiträge
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1. staatsbetrieb?
neinsagen 18.12.2015
der Staat gibt sich selbst mehr Geld und lässt das Personal verhungern. so wie bei der Post und Bahn
2. Taktgefühl
count.number 18.12.2015
Ich frage mich, wann eigentlich dieser Zeitpunkt war, als Deutschland das Taktgefühl gegen Obszönität getauscht hat?
3. Abgehoben!
HH-Hamburger-HH 18.12.2015
Die Maßlosigkeit des LH-Vorstandes macht mich nur noch sprachlos. Ein Gehaltsplus von 15% in einem kriselnden Markt und in einer Zeit stabiler Preise und stagnierender Löhne ist schlechterdings nicht vermittelbar und wird bei den Tarifbeschäftigten weitere Begehrlichkeiten wecken. NeuerlicheStreiks
4. Unglaublich
lilioceris 18.12.2015
und verantwortungslos. Oder sehe ich das falsch ? Ich hätte gern mal die Kosten gegenübergestellt gesehen: hier die Kosten für Bord- und Bodenpersonal, dort die Manager.
5. Wo ist das Gewissen?
Heinrich 8. 18.12.2015
Kürzlich musste eine Maschine der Swiss (sie zählt zum Lufthansa-Konzern) auf einem Flug nach Spanien Mayday (schwerer Notfall!) ausrufen, weil sie mit einem schadhaften Belüftungsventil in die Luft geschickt wurde und dann auch das zweite und letzte seinen Dienst versagte. Mit Bestimmtheit hätte der Ersatz des schadhaften Ventils einen Bruchteil von 300'000 Euro gekostet. Aber man hat auf den Ersatz verzichtet - es waren ja bloss etwas über 100 Passagiere an Bord... Was hier die Lufthansa-Bosse inszenieren, ist blanker Zynismus. Lieber einen tollen Bonus als Sichherheit für die Passagiere. Dafür aber Krokodilstränen und medienwirksame Trauerfeiern für die Hinterbliebenen, wenn es zum Absturz kommt - kurz: man kann dann auch noch die Trauer bewirtschaften...
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