Umschwung nach Insolvenz Personalmangel bei Modelleisenbahnhersteller Märklin 

Märklin spürt die Konkurrenz der Autoindustrie: Für den Bau von Modelleisenbahnen steht dem aus der Insolvenz geretteten Unternehmen nicht genug Personal zur Verfügung.

Mitarbeiterin im Märklin-Museum
DPA

Mitarbeiterin im Märklin-Museum


Der Modelleisenbahnbauer Märklin kommt derzeit nicht mit der Fertigung hinterher. "Die Nachfrage ist da, aber wir tun uns schwer, Mitarbeiter für die Produktion zu finden", sagte Eigentümer Michael Sieber dem "Handelsblatt".

An den beiden Standorten in Göppingen und im ungarischen Györ spüre das Traditionsunternehmen die starke Konkurrenz der ortsansässigen Autoindustrie. Daher könne Märklin nicht die nötigen Kapazitäten aufbauen, um die Aufträge abzuarbeiten.

Der Modelleisenbahnhersteller hatte große Teile seiner Produktion wegen der Personalkosten von Göppingen nach China verlagert. Dadurch litt aber auch die Qualität und Märklin war 2009 in die Insolvenz gerutscht. Daraufhin hatte Sieber als Chef der Simba Dickie Group gemeinsam mit seinem Sohn Florian vor fünf Jahren Märklin übernommen.

Jahrelang sanierten sie den zeitweise hoch defizitären schwäbischen Hersteller, während die Umsätze stabil blieben. Die Fertigung wurde aus China zurück nach Deutschland geholt. Märklin habe dieses Jahr einen Sprung im Auftragseingang verzeichnet, sagte Sieber der Zeitung. Ob daraus tatsächlich zusätzlicher Umsatz entstehe, "hängt jetzt davon ab, was aus der Produktion kommt".

Video: Mythos Märklin - Eine Spielzeuglegende trotzt der Krise (SPIEGEL TV 2010)

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mal/AFP

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