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Krise bei Fluggesellschaft: Malaysia Airlines streicht 6000 Jobs

MH370, MH17: Zwei Flugzeugunglücke, an denen die ganze Welt Anteil nahm, haben Malaysia Airlines in eine existenzbedrohende Krise gedrückt. Nun spart der Konzern radikal.

Maschinen von Malaysia Airlines in Kuala Lumpur: Zwei Unglücke als Hypothek Zur Großansicht
AP/dpa

Maschinen von Malaysia Airlines in Kuala Lumpur: Zwei Unglücke als Hypothek

Kuala Lumpur - Malaysia Airlines muss ein Drittel der Belegschaft abbauen. Die Fluggesellschaft soll komplett umstrukturiert werden, dabei fallen 6000 Jobs weg. Diesen radikalen Schnitt kündigte der malaysische Staatsfonds Khazanah Nasional an, der die Airline komplett übernehmen wird.

Derzeit arbeiten etwa 20.000 Menschen für das Unternehmen. Der Staatsfond kündigte an, Malaysia Airlines werde in einer neu gegründeten Firma aufgehen. Diese werde das Geschäft und das verbleibende Personal der Fluggesellschaft übernehmen. Bis Ende des Jahres soll das Unternehmen von der Börse genommen werden und innerhalb von drei Jahren wieder Gewinn schreiben. Den Angaben zufolge kostet der Umbau umgerechnet 1,44 Milliarden Euro (sechs Milliarden Ringgit).

Der Umbau der Fluggesellschaft ist nach jahrelangen Verlusten überfällig. Hinzu kommt, dass der Markenname inzwischen für zwei schwere Flugzeugunglücke steht. Im März verschwand Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Bis heute wurden keine Wrackteile der Maschine gefunden. Im Juli stürzte eine Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord über der Ukraine ab. Experten zufolge wurde Flug MH17 abgeschossen. Bei den beiden Unglücken starben 537 Passagiere.

Die Fluggesellschaft war nach den beiden Unglücken weiter in die roten Zahlen gerutscht. Für das zweite Quartal hat das Unternehmen einen Verlust von 307 Millionen Ringgit (73,9 Millionen Euro) bekannt gegeben. Für das erste Halbjahr belief sich der Verlust damit insgesamt auf 180 Millionen Euro. In den roten Zahlen steckt das Unternehmen aber schon seit drei Jahren.

Malaysia Airlines leidet unter der Konkurrenz asiatischer Billigflieger. Die Linie hat ein weitverzweigtes, aber oft unprofitables Streckennetz. Trotz ihrer finanziellen Probleme hatte die Linie vor den Unglücken in Sachen Sicherheit einen guten Ruf und erreichte bei Sicherheitstests regelmäßig ein gutes Ranking.

mmq/Reuters/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Weil das Land nichts dafür kann sollte man mit Malaysia Airlines nach Malaysia fliegen!
merapi22 29.08.2014
In Malaysia leben Malaien, Chinesen, Inder und viele andere Nationalitäten friedlich zusammen. Die Feiertage von muslimischen Feiertagen, chinesisch/buddhistischen(30% der Bevölkerung) und indisch/tamilischen (8% der Bevölkerung) Feiertagen werden von allen begangen und sind für alle Arbeitsfrei. Sogar für die nur 1% christlichen Mitbürger ist Weihnachten ein staatlicher Feiertag und für alle Arbeitsfrei. Fällt ein Feiertag auf das Wochenende ist automatisch der nachfolgende Montag für alle arbeitsfrei! So achtet man die fremden Kulturen besser, nur so entwickelt sich Toleranz! Wäre auch in Deutschland an der Zeit das Ramadan-Ende als Feiertag einzuführen und arbeitsfrei für alle!
2.
mouth2 29.08.2014
MA sollte die Flugzeuge am besten orange umlackieren, dann ist die Verwechslungsgefahr mit der russischen Präsidentemaschine nicht mehr so gross.
3.
DMenakker 29.08.2014
Damit passiert nichts anderes, als dass Malaysia Airlines seinen Personalbestand der tatsächlichen Größe der Fluglinie anpasst. Ich habe es in einem anderen Thread allerdings bereits ausführlich beschrieben. Personal ist das eine. Die wirklichen Baustellen liegen woanders. Die Verzahnung von Lang- und Kurzstrecke Ausbau von KUL als echten Hub mit entsprechenden Anschlüssen von der asiatischen Mittelstrecke auf die Kurzstrecke. Modernisierung der Langstrecken Premiumklassen ( auch die neue F im A 380 ist im Vergleich zu anderen Linien ein Witz ). Ausmusterung der 737 auf vielen innerasiatischen Strecken und Ersatz durch A 330 Aufrüstung des Produkts auf mittleren und langen Strecken in Asien und Pazifik. Das alles kostet erst mal richtig Geld, bringt auf Dauer aber ordentlichen Ertrag.
4. Für beide Desaster kann die Airline nichts!
deutscheridiot 29.08.2014
MH17 ist wahrscheinlich Opfer des Imperialismus der USA. Niemand anders als die USA profitieren von dem Abschuss ... Die Ursache für das Verschwinden von MH370 werden wir hoffentlich irgendwann im Interesse der angehörigen herausfinden. Die Airline ist TOP und ich werde sie auch weiterhin nehmen.
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