Wirtschaft


Marken-Partnerschaften: Autokonzerne teilen den Weltmarkt neu auf

Von Michael Kröger

Daimler verbündet sich mit Renault, Fiat erhöht seinen Anteil an Chrysler: Die Autoindustrie sucht nach Erfolgsrezepten für die Zukunft, denn für kleine Einzelkämpfer bleibt kaum noch Platz. Immer mehr Hersteller paktieren deshalb mit Konkurrenten - SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten Allianzen.

Berlin - Absatzkrise, Umweltauflagen, Antrieb der Zukunft: Die Autoindustrie steht in den kommenden Jahren vor wahrhaft heroischen Aufgaben. Für Einzelkämpfer sind die Herausforderungen kaum zu meistern. Gute Zukunftsaussichten sprechen die Experten daher lediglich fünf bis sechs Großkonzernen weltweit zu.

Doch mit echten Fusionen tun sich die Autohersteller sehr schwer - zu groß ist die Angst vor dem Verlust der unverzichtbaren Markenidentität. Die langwierigen und letztlich gescheiterten Verhandlungen zwischen BMW Chart zeigen und Daimler Chart zeigen sind dafür ein gutes Beispiel.

So bleibt es zunächst bei punktueller Zusammenarbeit, um teure Zukunftstechnologie möglichst schnell in großen Stückzahlen zu verbauen. Fieberhaft wird deshalb derzeit hinter den Kulissen verhandelt. Hybrid- und Batterietechnologien stehen dabei im Fokus, ebenso wie die Brennstoffzellentechnik und Spritsparsysteme für herkömmliche Benzinmotoren. Schon jetzt ist absehbar, dass sich die Branche in den kommenden zehn Jahren fundamental verändern wird. Die ersten Allianzen sind bereits erkennbar:

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insgesamt 4 Beiträge
rkinfo 06.04.2010
Die technischen Unterschiede haben ja immer weniger Bedeutung für die Endkunden im Massenmarkt. Und Einzelkämpfer können sich immer noch mit modifizierten Basisbaugruppen etablieren.
Zitat von sysopDaimler verbündet sich mit Renault, Fiat erhöht seinen Anteil an Chrysler: Die Autoindustrie sucht nach Erfolgsrezepten für die Zukunft, denn für kleine Einzelkämpfer bleibt kaum noch Platz. Immer mehr Hersteller paktieren deshalb mit Konkurrenten - SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten Allianzen.
Die technischen Unterschiede haben ja immer weniger Bedeutung für die Endkunden im Massenmarkt. Und Einzelkämpfer können sich immer noch mit modifizierten Basisbaugruppen etablieren.
Um zu überleben müssen die Autokonzerne nach den Regeln der Marktwirtschaft fusionieren, bis am Ende nur wenige übrig bleiben oder sogar nur noch ein Konzern. Das hatten wir schon in der Planwirtschaft (DDR: Trabant und Wartburg). [...]
Um zu überleben müssen die Autokonzerne nach den Regeln der Marktwirtschaft fusionieren, bis am Ende nur wenige übrig bleiben oder sogar nur noch ein Konzern. Das hatten wir schon in der Planwirtschaft (DDR: Trabant und Wartburg). Schade eigentlich, denn die Vielfalt bleibt auf der Strecke und der Wettbewerb sowieso. Was wesentlich schlimmer ist, es gibt keinen Fortschritt mehr, denn der ist bei einem Monopolisten nicht mehr erforderlich.
aquakonsul 06.04.2010
Der SPIEGEL sollte in diesem Zusammenhang vielleicht auch die Relevanz des Wettbewerbs nicht vergessen, dessen Prinzip nun einmal unserem marktwirtschaftlichen System zugrunde liegt und ganz entscheidende Funktionen wahrnimmt. [...]
Der SPIEGEL sollte in diesem Zusammenhang vielleicht auch die Relevanz des Wettbewerbs nicht vergessen, dessen Prinzip nun einmal unserem marktwirtschaftlichen System zugrunde liegt und ganz entscheidende Funktionen wahrnimmt. Allianzen und Kooperationen, so wichtig und logisch sie auf den ersten Blick möglicherweise erscheinen mögen (wobei das immer eine Frage der Perspektive ist), verfolgen dennoch aus Unternehmenssicht immer das Ziel, Marktanteile zu verteidigen oder auszubauen indem man sich lästige Wettbewerber vom Hals hält und Marktmacht aufbaut, damit höhere Preise verlangen kann, um schließlich in den Genuß von "Sonderrenditen" zu kommen. Daher steht auch in jedem Wettbewerbsrecht, das etwas auf sich hält und auch als das Grundgesetz der Marktwirtschaft bezeichnet wird, in aller Regel im Paragraphen 1 "Kartelle und Absprachen sind verboten", im deutschen GWB wörtlich "Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken, sind verboten." Das mag sich jetzt alles ein bißchen kleinlich anhören angesichts der massiven Probleme, vor denen die Automobilwirtschaft steht. Die hat sie aber - häufig mit tatkräftiger Unterstützung der Politik - selbst zu verantworten. Im Interesse der Marktwirtschaft als Institution und der gesamten daran teilnehmenden Gesellschaft kann das Wettbewerbsparadigma daher gar nicht hoch genug aufgehängt werden, weil man sich als Gesellschaft sonst nur in Abhängigkeiten begibt, die man nicht haben will. Nur finden sich leider kaum noch Politiker, Wissenschaftler, Unternehmenslenker und Journalisten, denen das produktive "Spiel" des Wettbewerbs mit all seinen Unsicherheiten wichtig genug wäre, als daß man es als das zentrale ordnungspolitische Element wirklich nutzbar machen würde und darin die Quelle von Fortschritt, Beschäftigung, fairer Einkommensverteilung und effizientem Wirtschaften sehen würde. Lieber würde man Opel retten, die französisch-deutsche Automobilwirtschaft fusionieren und dann mit Subventionen neue "Weltmarktführer" entstehen lassen. Daß das nicht funktionieren wird, dafür gibt es massenweise historisch belegte Pleiten (insbesondere aus anderen Branchen). Wie sich Kartelle außerdem in der Finanzwirtschaft auswirken, hat man ja beim leidigen Zusammenspiel zwischen Rating-Agenturen und Wertpapieremittenten gesehen, aber das ist nun wieder ein anderes Thema, das mit bestimmt äußerst wirkungsvollen, diskretionären Maßnahmen bearbeitet wird: alle Probleme gleich verstaatlichen. Prima. Nur zur Info: die durch ein Kartell abgeschöpften Mehrerlöse können laut Gesetz (USA, EU, D) mit einer Strafzahlung mehrfach (sprich Faktor x) zurückgeholt und der Gesellschaft wieder zur Verfügung gestellt werden. Bisher sind die Mehrerlöse als Boni und Dividenden bei ein paar Wenigen. Bezahlt nicht unerheblich durch den deutschen Steuerzahler. Aber was solls. Macht ja nix.
Richtig;...aber... ...die Markenidentität wird immer mehr verwässert, weil "unter der Haut" fast Alles gleich ist... Zu Renault-Nissan-Daimler... Der Konzern wird den Kostenfragen kaum entkommen, zumal die großen [...]
Zitat von sysopDaimler verbündet sich mit Renault, Fiat erhöht seinen Anteil an Chrysler... http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,687486,00.html
Richtig;...aber... ...die Markenidentität wird immer mehr verwässert, weil "unter der Haut" fast Alles gleich ist... Zu Renault-Nissan-Daimler... Der Konzern wird den Kostenfragen kaum entkommen, zumal die großen Gewinne von den klassischen Baureihen eingefahren werden während man bei den kleineren Baureihen große Konkurrenzfähigkeitsprobleme hat... Langfristig hat MB bei den kleineren Baureihen keine Chance weil z.B. Konkurrent Audi von der VW-Gleichteilpolitik profitiert... Gleiche/Ähnliche Plattformen, gleiche Motoren und auch sonst eine große Menge von Gleichteilen zwischen den vielen Marken des VW-Konzerns gegen die die Benzsche Modulstrategie bis 2015 ein schwacher Abglanz ist... Deswegen ist eine strategische Allianz mit einem Massenhersteller wie Renault; am sinnvollsten immer für die kleineren Baureihen; unumgänglich... Renault hat mit Nissan bereits erfolgreich Erfahrung im Zusammengehen/Fusion mit einem anderen Hersteller aus einem komplett anderen "Kulturkreis" gesammelt... Dagegen wäre eine Kooperation mit MB vielleicht weniger schwierig als vermutet; auch weil Renault entgegen früher gängiger Vorurteile, ausgezeichnete Modelle produziert... Die Beiden sind komplementär... Man wird es in Stuttgart und D ungern hören... Letztendlich wird MB gezwungen sein; um VW-ähnliche Kostenvorteile zu erzielen; seine kleineren Baureihen auf Renault/Nissan-Plattformen zu setzen; für die Motoren gilt das Gleiche und für die sonstigen "Module" ebenfalls... Und Renault käme vielleicht zu einem Heckantrieb für seine große; bislang ziemlich erfolglose; Baureihe... ;) Gedankenspiele in F und D... Alles selber zu machen hat keine Zukunft und die letztjährige Bilanz müsste den Konzernverantwortlichen eigentlich zu denken geben... VW gelingt es ja auch Audi der Öffentlichkeit als "eigenständige Marke" zu verkaufen, obwohl es zum allergrößten Teil Gleichteile querbeet durch den Konzern sind... Zu Fiat-Chrysler... Die Beiden sind ebenfalls komplementär... Für Chrysler war Fiat eigentlich die einzige Chance vor der Abwicklung und die nächsten 2/3 Jahre werden zeigen ob die Unternehmensverschmelzung; von Obama abgesgnet; ein Erfolg war... Fiat wird versuchen Daimlers Fehler nicht zu wiederholen...; Zu wenig gemeinsame Module, Motoren, Plattformen und gibt als Ziel aus fast alle Modelle fast aller Marken der Gruppe auf nur Vier! Plattformen zu stellen... Bis die neuen Modelle auf dem Markt kommen regiert das Prinzip Hoffnung... "Da die ersten Chrysler-Modelle auf Fiat-Plattformen noch im Planungsstadium sind, versucht die italoamerikanische Schicksalsgemeinschaft, bestehende Modelle über die Zeit zu retten." http://www.sueddeutsche.de/automobil/587/499860/text/ Zukunftsweisende Technologie; inbegriffen der interessante Zweizylinder, der im Herbst im 500 debütiert; ist genug vorhanden... ... Hoffnung für Alle, weil ohne Risiko... Viele Grüße aus Südtirol...
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  • Dienstag, 06.04.2010 – 18:09 Uhr
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