New York - Einst war Motorola eines der wichtigsten Technologieunternehmen der USA - jetzt ist der Telekomkonzern nur noch ein Schatten seiner selbst. Laut "Wall Street Journal" hat das Management einen Plan für die eigene Zerschlagung ausgearbeitet.
Die Motorola-Führung plane, letztlich nur noch das Geschäft mit Barcode-Scannern und Rundfunk-Equipment zu behalten, schreibt die Zeitung. Dagegen sollen das Handy-Geschäft, die Sparte mit Empfangsboxen für das Kabelfernsehen und mit Zubehör für Mobilfunk-Anlagen nach und nach abgestoßen werden. Der Jahresumsatz fiele dadurch von zuletzt 22 Milliarden Dollar auf rund 7 Milliarden Dollar. Eine Entscheidung, ob der Zerschlagungsplan so in Kraft trete, sei aber noch nicht gefallen, schreibt das "Journal" weiter.
Die Motorola-Führung sucht seit Monaten nach Möglichkeiten, den Konzern zu retten. Die Wirtschaftskrise hatte riesige Probleme in dem Traditionsunternehmen offengelegt. Im vergangenen Jahr war das Geschäft regelrecht eingebrochen, Motorola schrieb wiederholt rote Zahlen. Milderung brachte nur ein harter Sparkurs, dem Tausende Jobs zum Opfer fielen.
Über die Jahrzehnte hatte sich bei Motorola ein buntes Mischmasch an Produkten angehäuft. Am bekanntesten sind die Handys. Die Sparte hatte aber nie wieder an den Erfolg des früheren Topmodells "Razr" anknüpfen können. Der Zweig stand schon vor rund einem Jahr auf der Abschussliste, dann aber kam die Krise und die Preise purzelten - seitdem kämpft der Konzern mit Verlusten.
ssu/dpa
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