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Übernahmekampf um US-Hotelkette: Marriott überbietet Chinesen

Der Deal stand bereits: Für 12,2 Milliarden Dollar wollte die US-Hotelkette Marriott den Konkurrenten Starwood übernehmen. Dann funkte ein chinesischer Investor dazwischen. Nun hat Marriott das Angebot erhöht.

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AP/dpa

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Die Hotelkette Marriott gibt bei der Übernahme des Konkurrenten Starwood nicht auf. Das Unternehmen habe sein Gebot auf 13,6 Milliarden Dollar erhöht, teilte Starwood mit. Damit überbot Marriott wieder den chinesischen Versicherer Anbang. Kommt der Deal zustande, würde Marriott zum weltgrößten Hotelbetreiber aufsteigen.

Eigentlich war die Übernahme bereits im vergangenen Jahr unter Dach und Fach. 12,2 Milliarden Dollar wollte Marriott zahlen, die Verwaltungsräte beider Konzerne hatten dem Deal zugestimmt. Doch dann funkten die Chinesen dazwischen. Zuletzt hatte Anbang 13,2 Milliarden Dollar für Starwood geboten. Mit dem neuen Angebot von Marriott sollen die Starwood-Aktionäre nun 21 Dollar in bar sowie 0,8 Marriott-Anteile je Aktie bekommen - insgesamt ein Wert von 79,53 Dollar je Papier.

Die beiden Hotelketten machen einen großen Teil ihrer Umsätze außerhalb der USA. Zu Marriott gehören diverse Ketten, unter anderem das Ritz-Carlton. Starwood mit Sitz in Connecticut betreibt Ketten wie Le Méridien, Westin oder Sheraton. Gemeinsam bringen sie es auf 30 Hotelmarken mit mehr als 5500 Häusern und 1,1 Millionen Zimmern.

Obwohl durch die Fusion ein globaler Branchenführer entstünde, dürften die amerikanischen Kartellbehörden wenig Einwände haben, weil die Unternehmen in den USA auch zusammengenommen weit von einer marktbeherrschenden Stellung entfernt sind. Gelingt der Zusammenschluss von Marriott und Starwood, wäre die Hilton-Gruppe mit rund 4500 Häusern und 735.000 Zimmern nur noch die zweitgrößte Hotelkette der Welt.

brk/dpa/Reuters

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