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VW-Affäre: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Winterkorn

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat aufgrund von Strafanzeigen ein Ermittlungsverfahren gegen Ex-VW-Boss Martin Winterkorn eingeleitet. Der Vorwurf: Betrug.

Silhouette von Winterkorn: Die Verantwortlichkeiten sollen geklärt werden Zur Großansicht
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Silhouette von Winterkorn: Die Verantwortlichkeiten sollen geklärt werden

Wenige Tage nach dem Rücktritt von Martin Winterkorn hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Ermittlungen gegen den langjährigen Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen aufgenommen. Das teilte die Behörde am Montag mit. Anlass seien mehrere Strafanzeigen.

Der Schwerpunkt der Ermittlungen liegt auf dem Vorwurf des Betruges durch den Verkauf von Kraftfahrzeugen mit manipulierten Abgaswerten. Es gehe vor allem um die "Klärung der Verantwortlichkeiten".

Eine solche juristische Klärung strebt offenbar auch VW selbst an. Der Staatsanwaltschaft zufolge ging bei ihr auch eine Strafanzeige der Volkswagen AG ein. In dieser werde jedoch kein Beschuldigter genannt. Weitergehenden Auskünfte könnten mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen vorerst nicht erteilt werden.

Volkswagen hatte kürzlich zugegeben, Abgaswerte in den USA mit einer verbotenen Software manipuliert zu haben. Weltweit sollen bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit dieser Software ausgestattet sein. Am Montag wurde bekannt, dass davon 2,1 Millionen Fahrzeuge von der Marke Audi Chart zeigen stammen.

Die VW-Aktie Chart zeigen verlor am Montag zeitweise mehr als sechs Prozent. Nach Bekanntwerden der Manipulationsaffäre hatte das Papier in der vergangenen Woche dramatisch an Wert verloren und binnen zwei Tagen mehr als ein Drittel des Wertes eingebüßt.

Der Skandal wirkte sich zum Auftakt der neuen Woche auch auf den übrigen Börsenhandel aus. Die Aktien von Autobauern und -zulieferern knickten ein. Der Dax Chart zeigen notierte gegen Mittag 1,00 Prozent niedriger bei 9591,91 Punkten, nachdem er in der turbulenten Vorwoche letztlich 2,3 Prozent verloren hatte.

Anmerkung der Redaktion: Der Text gibt den Informationsstand zum Zeitpunkt des Erscheinens wider. Am 28. September 2015 hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig eine Pressemitteilung herausgegeben, wonach ein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn eingeleitet worden sei. Am 1. Oktober korrigierte die Staatsanwaltschaft diese Darstellung und teilte mit, es sei kein Ermittlungserfahren gegen Winterkorn eröffnet worden.

dab/dpa

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insgesamt 195 Beiträge
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    Seite 1    
1. Frage der Zeit
doppelpost123 28.09.2015
Dass zumindest ermittelt wird, war ja eher eine Frage der Zeit. Mal schauen, was dabei rauskommt.
2. Lächerlich!
general_failure 28.09.2015
Dem passiert nix!
3. Gähn
treime 28.09.2015
Jaja, muss der Staatsanwalt ja... Aber wer glaubt, das irgendein deutscher Manager irgendwann mal tatsächlich für Jahre in den "Knast" muss, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Naja, komm - sagen wir 20 Monate auf Bewährung, der Winterkorn will doch seinen Lebensabend irgendwie seine minimum 24 Millionen noch ausgeben - plus Boni & Co. natürlich.
4. Theaterdonner !
capote 28.09.2015
Wenn es nach Recht und Gesetz ginge, müsste man gleich gegen Verkehrsminster Dobrind wegen Beihilfe zum Betrug mit ermitteln, aber so wird alles im Sande verlaufen.....
5. Die Saat....
aprilapril 28.09.2015
geht auf. Das Winterkorn wird nicht mehr reifen.
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