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Regierungsstudie: Maschinen bedrohen jeden achten Job in Deutschland

Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor einem radikalen Wandel: Zwölf Prozent der Arbeitsplätze sind laut einer Regierungsstudie durch Automatisierung bedroht.

Roboter auf der Hannover Messe: Erhebliche Auswirkungen Zur Großansicht
REUTERS

Roboter auf der Hannover Messe: Erhebliche Auswirkungen

Jede achte Tätigkeit in Deutschland ist nach einer Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums von Automatisierung bedroht. Wie Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Rundschau" schreibt, weisen zwölf Prozent der Arbeitsplätze ein Tätigkeitsprofil mit einer hohen Automatisierungswahrscheinlichkeit in den kommenden 10 bis 20 Jahren auf.

"Der digitale Strukturwandel fordert uns neue Antworten ab. Aber er überfordert uns nicht", schreibt Nahles mit Blick auf ein Spitzengespräch am Donnerstag in Meseberg, bei dem Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehrere Bundesminister mit den Spitzen von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt diskutieren wollen.

Nahles sieht angesichts der anstehenden Veränderungen nicht nur das Tor zu neuer Beschäftigung, sondern auch den Schlüssel für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit. "Gute Arbeit verlangt, das Emanzipations- und Humanisierungspotenzial der neuen Technologien auch zu nutzen", sagt die Ministerin.

"Es gilt, zukunftsweisende Modelle zu entwickeln, welche die ureigenen Fähigkeiten der Menschen - Kreativität und Urteilskraft - mit den technologischen Möglichkeiten von Maschinen und Algorithmen sinnvoll kombinieren."

ssu/dpa-AFX

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insgesamt 45 Beiträge
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1. Falsche Überschrift
kernspalter 02.06.2015
Die Bedrohung besteht doch - anders als der Artikel suggeriert - nicht darin, daß Maschinen die notwendige Arbeit erledigen, statt wie früher menschliche Hände. Die Bedrohung besteht ausschließlich darin, daß bei den Besitzenden "Wer nicht arbeitet, soll auch nichts essen." Konsens und Ausdruck ihrer Gier ist.
2. Nahles Job auch betroffen
hmueller0 02.06.2015
Aus einigen Schlagworten+Füllwörtern Sätze bauen die scheinbar sinnvoll klingen, konnten Computer schon vor 20 Jahren - und heute sicher noch besser. Also Frau Nahlen: schnell umsatteln auf etwas mit "Kreativität und Urteilskraft" - evtl Künstler, Lehrer oder Erzieher? Ach nein, die will man ja möglichst auch nicht bezahlen.
3. Interessant
darthmax 02.06.2015
da wird auf einer Seite richtigerweise erkannt, dass die Automatisierung ( Maschinen erinnern doch sehr an den Weberaufstand) und Rationalisierung Arbeitsplätze vernichtet. Auf der anderen Seite wird der Bevölkerungssschwund und damit die geringere Zahl der Beschäftigungsfähigen betrauert und in Panik verfallen, wir stürben aus. In der Tat ist es so, dass Fahrkartenknipser und Strassenfeger als Beruf ausgestorben sind. Wir müssen also Arbeitsplätze schaffen für die Menschen, die nicht als Arzt/Ingenieur/ Politiker Ihr Auskommen finden können. Nennt man Geringqualifizierte. Da ist unser grosses Problem, denn kann man diese Bevölkerungsgruppe immer weiter alimentieren, wenn sie wächst und wächst ? Das führt zu grossen Problemen, siehe USA.
4. Aussage im Fraunhofer Institut vor 20 Jahren!
motzki687 02.06.2015
"Das Problem der Zukunft wird sein,dass wir mit 50 % der Arbeitnehmer in der Lage sein werden das doppelte von heute zu produzieren". Diese Auswirkungen sollte man in den Redaktionen berücksichtigen und die Auswirkungen beleuchten und nicht immer wieder hohle "Leitartikel/Titelüberschriften produzieren die in die Tagespolitik passen. Eine kritische Berichterstattung ist für mich nicht dem Mainstream zu Kreuze zu kriechen -zugegeben läßt sich dies vielleicht nicht so gut verkaufen und ist auch konfliktfreier-.
5. Problem?
GSYBE 02.06.2015
Wo ist das Problem wenn nicht bei der Politik? Die Hauptlast an den Steuer- und Sozialabgaben tragen von jeher die Erbringer von Arbeitsleistungen. Wenn diese Arbeitsleistungen in Zukunft von Maschinen anstatt von Menschen erbracht werden, dann gibt es doch eigentlich nur einen logischen Schluss, oder?
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