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Sanktionsstreit: Mastercard fürchtet die Putin-Card

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DPA

Besorgt über Pläne Putins: Der US-Kreditkarten-Anbieter Mastercard

Der US-Kreditkartenanbieter Mastercard sorgt sich um sein Russland-Geschäft. Präsident Putin hatte als Reaktion auf Sanktionen ein eigenes Bezahlsystem angekündigt.

Bangalore - Der US-Kreditkartenanbieter Mastercard ist über die Pläne Russlands zur Schaffung eines eigenen nationalen Zahlungssystems besorgt. Eine konkurrierende Karte könne für die Mastercard-Aktivitäten in Russland zum ernsten Problem werden, warnte das Unternehmen am Donnerstag bei Vorlage seiner Quartalszahlen. Auslöser für den Streit waren Sanktionen, die die USA in der Ukraine-Krise verhängt hatten.

Davon betroffen war unter anderem die Rossija-Bank, die als sehr Kreml-nah gilt. Visa und Mastercard hatten Zahlungstransaktionen für Kunden des Geldhauses eingestellt. Daraufhin hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Ende März die Gründung einer eigenen Gesellschaft für Kreditkarten angekündigt.

Bislang haben sich die von den USA gegen Russland verhängten Sanktionen für Mastercard aber noch nicht bemerkbar gemacht. Dank der guten Konsumstimmung der Kunden verdiente der Konzern im ersten Quartal deutlich mehr. Der Gewinn kletterte um 14 Prozent auf 870 Millionen Dollar, wie der zweitgrößte Kreditkartenanbieter nach Visa mitteilte. Das Transaktionsvolumen erhöhte sich um zehn Prozent. Die Einnahmen in Russland stellen den Angaben zufolge nur zwei Prozent des Mastercard-Gesamtumsatzes dar.

Visa hatte zuletzt betont, die Sanktionen gegen Russen gingen zu Lasten des Transaktionsvolumens, das Umsatzwachstum werde sich deshalb im laufenden Quartal verlangsamen.

jbe/Reuters

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insgesamt 48 Beiträge
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1. Na und?
jewiberg 01.05.2014
Wer nimmt denn in der Welt eine rein russische Kreditkarte? Die Deckung ist doch gar nicht gewährleistet. Ne, laßt die mal stecken.
2. Eine Alternative und mehr Konkurrenz
hangul 01.05.2014
ist laengst ueberfaellig. Warum Russland und Asien das nicht schon lange gemacht haben ist mir ein Raetsel. Vielleicht ist aber jetzt der Zeitpunkt geeigneter, aus politischen aber auch aus wirtschaftlichen Gruenden.
3. Jaja... Hatten wir schon mal...
sebastian.teichert 01.05.2014
Mit dem Unterschied, dass Putin damals seine eigene Währungsunion gründen wollte um dem Euro Konkurrenz zu machen. Lächerlich. Was sich der Clown noch so für abenteuerliche Geschichten ausdenken will frage ich mich. Und wer außer manchen Russen die Karte zulegen soll. Tut mir leid. Aber der Mann macht sich selbst unglaubwürdig...
4. Willkommene Idee
DenkZweiMalNach 02.05.2014
Wenn es endlich eine von den USA unabhängige Kreditkarte gibt, könnte ich mir vorstellen zu wechseln. Es ist wie mit den Rating-Agenturen: Diese US-hörigen Unternehmen haben gelogen, dass sich alle Balken biegen - und tun es noch. Den USA muss die Herrschaft über die Finanzmärkte entzogen werden, sonst wird es ganz übel enden. Kreditkarten sind nur ein Teil davon.
5. Sanktionen bewirken neue russische Wirtschaftszweige
raber 02.05.2014
Ich sehe die Anstrengungen Russlands eine eigene Kreditkarte zu haben als völlig logische Folge der USA-Sanktionen. Vielleicht finden sie auch andere Felder wo eine anfangs lokale Lösung eine der Riesenmultis ersetzen kann.
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