McDonald's: Gentechnik im Burger

Fast Food von McDonald's: Schnell fertig, aber nicht unbedingt gesund Zur Großansicht
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Fast Food von McDonald's: Schnell fertig, aber nicht unbedingt gesund

McDonald's ist gentechnikfreies Futter zu teuer, deshalb erlaubt der Fast-Food-Konzern nach SPIEGEL-Informationen den Einsatz in der Hähnchenmast. Scharfe Kritik kommt von Greenpeace.

Hamburg - Der Fast-Food-Konzern McDonald's lässt den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln in der Hähnchenmast wieder zu. Damit beendet die Burger-Kette nach SPIEGEL-Informationen die seit 2001 bestehende Selbstverpflichtung, europaweit auf den Einsatz von Genfutter bei der Produktion von Chickennuggets und Chickenburgern zu verzichten. Das bestätigte der Konzern in einem Brief an die Umweltschutzorganisation Greenpeace.

Es gebe keine ausreichenden Mengen an gentechnikfreien Futtermitteln "zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen", heißt es darin. "Für McDonald's zählt nur der Preis", kritisiert Stephanie Töwe-Rimkeit von Greenpeace. Mit jedem Chickenburger bekomme der Kunde in Zukunft ein Menü, das den Einsatz von Gift und Gentechnik in der Landwirtschaft fördere. "Und das, obwohl eine Mehrheit der Verbraucher keine Gentechnik im Essen will!"

Nach Berechnungen von Greenpeace würde sich ein Chickenburger um weniger als einen Cent verteuern, wenn der Konzern weiterhin auf gentechnisch verändertes Futtermittel verzichten würde. McDonald's bestätigte die neue Politik, betonte aber, die Qualität des Essens werde dadurch nicht beeinträchtigt.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 381 Beiträge
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1.
Phil2302 27.04.2014
Also es gibt für mich viele Gründe, MC Donalds zu meiden. Dass die Tiere gentechnisch verändertes Futter bekommen gehört jedoch nicht dazu. Aber so sind die Menschen, den Welthunger besiegen wollen, aber gegen die Technik sein. Ich warte immer noch auf die ersten Studien, die zeigen, wie schädlich das alles ist. Aktuell heißt es ja nur: Könnte sein, dass es Langzeitschäden gibt, das wissen wir aber nicht.
2.
Rido 27.04.2014
Da kann ich vom Glück reden, dass ich eh so gut wie nie in Burgerbuden esse. (Und wenn, dann kein Huhn) Naja, wem es schmeckt der soll da essen. Wem es nicht schmeckt der soll es lassen. Mir schmeckt es nicht so besonders. Jetzt habe ich aber auch noch einen kleinen Grund mehr nicht da zu essen.
3. Inzwischen also 4 Gründe
leserbrief123 27.04.2014
...dort nicht hinzugehen: 1. Betreffend Qualität und Gesundheit ist das Essen mehr als fragwürdig 2. Man unterstützt einen amerikanischen Riesenkonzern statt lokale Gastronomie 3. Das Essen ist nur vermeintlich günstig, da man nicht satt wird (zumindest bevor es einem schlecht davon wird) 4. nun also auch der Einsatz von Gentechnik Bonne appetit alors!
4. Nur der Angang
hangul 27.04.2014
ist das. Bald werden dann auch das Hackfleisch und die Nuggets zu Gackfleisch und Guggets, alles gentechnisch erzeugt und die Menschen werden Clones sein.
5. Und?
el_realist 27.04.2014
Gab es schonmal einen Beweis, dass Gentechnik schädlich ist? Wird übrigens schon seit Jahrhunderten, nur mit anderen Methoden, durchgeführt...
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Das Erbgut
Genom
Das Genom bezeichnet das gesamte Erbgut eines Organismus. Außer bei einigen Viren besteht es immer aus DNA (Desoxyribonukleinsäure). Das Genom beinhaltet den Bauplan für die Produktion sämtlicher Proteine (Eiweißmoleküle), die ein Organismus zum Leben benötigt. Ein Gen ist ein Sequenzabschnitt auf dem Genom und beinhaltet die Erbinformation für ein Protein. Die einzelnen Bausteine der DNA sind vier verschiedene sogenannte Nukleinsäuren: A, C, T und G.
Messenger-RNA (mRNA)
Die mRNA ist eine Art Genabschrift oder Blaupause der DNA. Nur die mRNA kann von den Proteinfabriken der Zellen, den sogenannten Ribosomen gelesen werden. Sie gibt ihnen vor, in welcher Reihenfolge Aminosäuren - die Bausteine von Proteinen - für das jeweilige Protein zu verknüpfen sind.
Codon
Ein Codon ist eine Folge von drei Bausteinen (Nukleotiden oder Basen) der DNA und analog auch der mRNA. Ein Codon steht für eine bestimmte Aminosäure oder als Stoppsignal, welches das Ende einer Bauanweisung für ein Protein kennzeichnet.
Genetischer Code
Der genetische Code ist die Zuordnung der Basen-Dreiergruppen und der Aminosäuren. Da vier verschiedene Basen zur Auswahl stehen, umfasst der genetische Code insgesamt 64 Codons. Für die meisten Aminosäuren gibt es daher mehr als ein Codon. So stehen beispielsweise die Codons CAG und CAA für die gleiche Aminosäure, die Glutaminsäure.
Transfer-RNA (tRNA)
Die tRNAs übernehmen eine Adapterfunktion beim Bau der Proteine: Jede tRNA hat auf der einen Seite jeweils ein sogenanntes Anticodon, das passend zum Codon auf der mRNA ist. Auf der anderen Seite ist sie mit der zugehörigen Aminosäure beladen. Auf diese Weise wird der genetische Code auf der mRNA abgelesen und in die entsprechende Aminosäurekette zum Protein verwandelt. Dieser Prozess geschieht in den Ribosomen.

Hintergrund
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Evolution
Die Veränderung des Erbguts und damit des Phänotyps von Individuen von Generation zu Generation.
Population
Eine Gruppe von Organismen einer Art oder auch verschiedener Arten (Mischpopulation) an einer bestimmten Örtlichkeit.
Phänotyp
Das Erscheinungsbild eines Individuums ist die Gesamtheit der durch die Erbanlagen (Genotyp) und die Einflüsse der Umwelt sich ausprägenden Merkmale eines Lebewesens.
genetische Variabilität
Die einzelnen Individuen einer Art besitzen genetische Unterschiede.
natürliche Selektion
Das Erbgut von Individuen einer Art wird nicht mit gleicher Wahrscheinlichkeit weiter gegeben. Manche Individuen einer Population vermehren sich stärker als andere - je nachdem wie überlebenstüchtig sie in einer bestimmten Umwelt sind. Selektionsfaktoren der Umwelt üben eine natürliche Selektion aus.
sexuelle Selektion
Ein Individuum bevorzugt bei seiner Partnerwahl bestimmte Merkmale. Dadurch haben nicht alle potentiellen Sexualpartner die gleichen Chancen zur Fortpflanzung, es findet somit eine Selektion statt. Die Erbanlagen, die die Merkmale hervorbringen, die f?r die Partnerwahl entscheidend waren, werden dadurch weiter gegeben.
künstliche Selektion
Vom Mensch gewünschte Eigenschaften werden durch Selektion und Zucht einzelner Individuen gezielt vermehrt.
genetische Drift
Auch Gendrift genannt. Vorgang bei der Evolution, der zu einer Veränderung im Genbestand kleiner Teilpopulationen gegenüber der Ausgangspopulation führt. Je kleiner eine Population ist, umso leichter kann der Zufall eine vom allgemeinen Durchschnitt abweichende Kombination von Genen zusammenführen. Gelangen beispielsweise nur wenige Individuen einer Art in ein isoliertes Gebiet (Insel, abgeschnittenes Gebirgstal), so können sich nun von ihrem Selektionswert unabhängige Mutationen aufgrund des Zufalls durchsetzen oder verlorengehen. Dies kann zu Formen führen, die in einzelnen Merkmalen nicht angepasst sind (beispielsweise auffällige Färbung, die sie als Beutetiere mehr gefährdet). Der Wirkungsgrad der Gendrift kann durch die mathematische Statistik erfasst werden.