Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Nach Indiskretionen: Mehdorn schasst Bereichsleiter

BER-Chef Mehdorn: Legt seinem Ex-Mitarbeiter Indiskretionen zur Last Zur Großansicht
DPA

BER-Chef Mehdorn: Legt seinem Ex-Mitarbeiter Indiskretionen zur Last

BER-Chef Hartmut Mehdorn ärgert sich über Indiskretionen eines Mitarbeiters, nun hat er ihn der Nachrichtenagentur dpa zufolge entlassen. Der Bereichsleiter hatte den Eröffnungstermin für den Flughafen 2016 als "akut gefährdet" bezeichnet.

Berlin/Schönefeld - Am neuen Hauptstadtflughafen hat Geschäftsführer Hartmut Mehdorn einem führenden Mitarbeiter fristlos gekündigt. In einem Mitarbeiterbrief vom Dienstag, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, legt Mehdorn dem Bereichsleiter Indiskretionen zur Last.

Hintergrund ist ein Schreiben des Beschuldigten an mehrere Aufsichtsräte, aus dem am Wochenende die "Süddeutsche Zeitung" zitiert hatte. Demnach sei eine Inbetriebnahme des Flughafens 2016 "akut gefährdet". Der Fachmann kritisierte in dem Brief weiter, es fehle eine klare Planung, das Handeln sei von Aktionismus ohne angemessene Abstimmung und Sachkunde geprägt.

Mehdorn äußerte sich nicht zu Terminen. Ziel sei, den Neubau schnellstmöglich ans Netz zu bringen, 400 Leute arbeiteten auf der Baustelle. "Wir haben den BER im Griff", beteuerte Mehdorn.

Der neue Berliner Flughafen sollte eigentlich im Juni 2012 eröffnet werden. Wegen technischer Probleme wurde dieser Termin wie später auch noch weitere gekippt. Mehdorn hatte zuletzt einen Start erst 2016 nicht mehr ausgeschlossen. Die Kosten werden inzwischen auf mehr als fünf Milliarden Euro taxiert, ursprünglich waren rund zwei Milliarden angesetzt.

yes/dpa

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 41 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Paar Leute mehr müssten es aber sein
Andreas-Schindler 01.04.2014
"400 Leute arbeiteten auf der Baustelle. "Wir haben den BER im Griff", betonte Mehdorn." Wenn dort 4000 Leute rund um die Uhr Arbeiten würden dürfte er sagen er hätte den BER im Griff. So aber hat der BER eher Herrn Mehdorn im Griff.
2. Mehdorn
FairPlay 01.04.2014
ist ein ausgesprochener Diktator. Er schmeißt jeden der nicht nach seiner Pfeife tanzt. Deshalb ist er allein Verantwortlich für das andauernde Desaster am BER. Er ist durchaus ersetzbar. Das sollte man lieber heute als morgen tun.
3. Der gute Mitarbeiter
bstendig 01.04.2014
Zitat von sysopDPABER-Chef Hartmut Mehdorn ärgert sich über Indiskretionen eines Mitarbeiters, nun hat er ihn der Nachrichtenagentur dpa zufolge entlassen. Der Bereichsleiter hatte den Eröffnungstermin für den Flughafen 2016 als "akut gefährdet" bezeichnet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mehdorn-entlaesst-bereichsleiter-a-962015.html
war dann wohl so eine Art Snowden - oder zumindest eine Art Wiki-Leaks Informant. Dass er gefeuert wird ist typisch Deutsch. Eigentlich müsste man den Mehdorn in die Wüste schicken und dem Mitarbeiter ein Denkmal setzen. Obwohl - den Aufsichtsrat interessiert das ja nicht - solange man arm aber sexy ist - und der Steuerzahler den ganzen Schwachsinn finanziert.
4. Aktionismus ohne Sachkunde
Delos99 01.04.2014
Die Entlassung eines Bereichsleiters aus Rachgelüsten heraus, paßt genau in dieses Bild. Mehdorn hat noch in keinem Job mit Kompetenz geglänzt, mit PERSONALkompetenz sowieso nicht. So lange der an der Spitze steht, wird er diesen überflüssigen Flughafen weiter an die Wand fahren lassen. So, wie er auch bei jedem früheren Arbeitgeber nur Trümmer hinterlassen hat.
5. wenn da 400 Leute arbeiten,
#4711 01.04.2014
braucht man(n) für so ein Mini-Projekt keinen Manager von der Leistungsmöglichkeit eines Herrn Mehdorn. Da reicht ein Heimlehrgangsmanager.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: