Schwaches Russland-Geschäft Metro-Aktie bricht um elf Prozent ein

Der Handelskonzern Metro erwartet in Russland schlechtere Geschäfte. Das lässt die Aktie abstürzen.

Logos der Metro-Group vor der Konzernzentrale in Düsseldorf.
DPA

Logos der Metro-Group vor der Konzernzentrale in Düsseldorf.


Die Anleger von Metro sind am Freitag jäh von einer Gewinnwarnung überrascht worden. Gesenkte Jahresziele des Lebensmittelhändlers brachten bei der Aktie am Nachmittag einen plötzlichen Kursrutsch in Gang, der letztlich in einem kräftigen Abschlag von fast 11 Prozent endete.

Am Ende kosteten die Aktien nur noch rund 13 Euro. Im Tief waren sie sogar etwas weiter bis auf 12,63 Euro gefallen, was für die im MDax notierten Aktien den tiefsten Stand seit der Abspaltung vom Elektrohandel bedeutete.

Metro rechnet währungsbereinigt nun sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis des Geschäftsjahres 2017/18 mit geringeren Wachstumsraten. Als Grund wurde vor allem das Russland-Geschäft genannt, das sich bisher schwächer als erwartet entwickelt habe. Bernstein-Analyst Bruno Monteyne zeigte sich verwundert davon, weil sich das Management vor wenigen Wochen noch sehr wohl mit der Entwicklung in Russland gefühlt habe.

Er zog deshalb das Fazit, dass die Gewinnwarnung die Glaubwürdigkeit der Konzernlenker in Frage stelle und rechnete vor, dass der in Russland erzielte operative Gewinnbeitrag in kürzester Zeit um mehr als die Hälfte gefallen sein müsse. "Daher können wir nur folgern, dass die Probleme, denen das Management in Russland gegenübersteht, materiell unterschätzt wurden", sagte der Analyst.

hej/dpa-AFX



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