Ärger mit Trump Mexikanische Firmen kaufen keine Ford-Autos mehr

Donald Trump kanzelte Ford wegen Investitionsplänen in Mexiko ab, der Konzern machte daraufhin einen Rückzieher. Jetzt reagieren Firmen in dem nordamerikanischen Land mit einem Ford-Boykott.


Eine große Tourismusfirma in Mexiko will keine Fahrzeuge des Herstellers Ford mehr kaufen. Damit reagiert das Unternehmen Experiencias Xcaret auf einen Rückzieher des US-Autokonzerns: Ford hatte kürzlich Investitionspläne in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar in Mexiko beerdigt.

Beobachter sehen in dem Schritt des Autoherstellers eine Reaktion auf die aggressiven Töne Donald Trumps: Der künftige US-Präsident hatte Konzerne, die ihre Produktion von den Vereinigten Staaten nach Mexiko verlagern, scharf angegriffen. Zudem drohte er mit Strafzöllen von bis zu 35 Prozent bei Einfuhren in die USA.

Die Causa Ford könnte ein Vorgeschmack auf den erwarteten Protektionismus unter Präsident Trump sein. Der harsche Konter der mexikanischen Tourismusfirma wiederum zeigt, wie sich wirtschaftspolitische Nationalismen gegenseitig hochschaukeln können.

"Wir sehen die Entscheidung von Ford mit großer Sorge", schrieb Experiencias Xcaret laut Medienberichten an Ford. Das Unternehmen betreibt auf der Halbinsel Yucatán eine Reihe von Erlebnisparks und empfängt Zehntausende Touristen pro Jahr.

Medienberichten zufolge soll auch die Baufirma Coconal angekündigt haben, keine Ford-Autos mehr zu kaufen.

wal/dpa



insgesamt 147 Beiträge
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spon-facebook-1629421895 15.01.2017
1.
na sowas aber auch. VW freut sich.
EDK100 15.01.2017
2. ...
und das wird nur ein kleiner Anfang sein...
jujo 15.01.2017
3. ....
Das ist erst der Anfang!
jkbremen 15.01.2017
4. Einzig richtige Reaktion
der mexikanischen Firmen. Wer Protektionismus predigt, dem muss man mit Boykott begegnen. Trump muss heimgeleuchtet werden wie den Briten auch.
gottseidank.de 15.01.2017
5. Vier lange Jahre Trump!
Mit der Menschheit muss man kein Mitleid mehr haben. In den nächsten 4 Jahren fahren die Zivilisationen den Wagen komplett an die Wand. Wir werden es live erleben. Unter Trump und seiner amateurhaften Agitation dürfte noch jeder Konflikt eskalieren. Unwahrscheinlich, dass das dauerhaft gut geht.
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