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Software-Riese: Neuer Microsoft-Chef Nadella krempelt Konzernführung um

Der Microsoft-Umbau geht weiter: Der neue Chef Satya Nadella will offenbar alles anders machen als Vorgänger Steve Ballmer. Er besetzt die wichtigen Bereiche Cloud-Angebote, Firmenkunden, X-Box und Hardware mit neuem Führungspersonal.

Satya Nadella, Microsoft-CEO: Der Neue krempelt die Führung des Konzerns um Zur Großansicht
AFP

Satya Nadella, Microsoft-CEO: Der Neue krempelt die Führung des Konzerns um

Redmond - Der seit knapp zwei Monaten amtierende Microsoft -Chef Satya Nadella krempelt den Software-Konzern weiter um. Er besetzte am Montag gleich mehrere Schlüsselpositionen neu. Die Personalien kommen passend zum Beginn der Entwicklerkonferenz "Build" in San Francisco, die von Mittwoch bis Freitag stattfindet.

Das Geschäft mit Cloud-Angeboten und Firmenkunden, das zuvor Nadella leitete, wird nun Scott Guthrie managen. Er hatte in dem Bereich schon zuvor eine führende Rolle gespielt. Für die Spielekonsole Xbox zeichnet sich ab sofort Phil Spencer verantwortlich, der sich bislang um die Spieleentwicklung kümmerte.

Nadella bestätigte auch Stephen Elop als Chef des immer wichtiger werdenden Hardware-Geschäfts. Elop kommt von Nokia, deren Handysparte Microsoft bis Ende April übernehmen will. Elop war bereits zuvor bei Microsoft selbst als neuer Konzernchef gehandelt worden, nachdem Steve Ballmer sein Ausscheiden bekanntgegeben hatte.

Erst Anfang März hatte Nadella einen umstrittenen Polit-Berater zum neuen Chefstrategen ernannt. Mark Penn, der für aggressive Kampagnen bekannt ist, soll nach neuen Produktideen und Bereichen für strategische Investitionen suchen. Der PR-Berater war einst der Stratege im Wahlkampfteam von Hillary Clinton, als sie 2008 das Rennen um die Nominierung der Demokraten gegen Barack Obama verlor.

Nadella hat die Devise "mobile-first, cloud-first" ausgegeben. Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein. Er will Microsoft damit unabhängiger vom schwindenden klassischen PC-Geschäft machen. In der Vorwoche hatte Nadella das Büropaket Office auch für Apples iPad verfügbar gemacht.

mia/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
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1. Ach Microsoft!
Elaiza 31.03.2014
Es ist doch immer das Gleiche mit euch. Office für Apples iOS anzubieten ist sicher eine gute Idee, aber warum habt ihr die Druckfunktion "vergessen"? Diesen Fehler in naher Zukunft beheben zu wollen ist sehr löblich.
2. Mit ein bisschen Glück
wauz, 31.03.2014
kann ich Ende des Jahres meine zwei Microsoft-Aktien verkaufen und mir vom Gewinn eine Pizza holen. Große Klasse!
3.
Peter Werner 31.03.2014
So so. "mobile-first, cloud-first". Da kann ich mich als PC-Anwender, der seine Daten lieber auf der eigenen Festplatte behält, ja wohl nach etwas Neuem umschauen. Eigentlich schade, Windows war mir all die Jahre ein treuer Begleiter. Auch die Hauptumsatzbringer von Microsoft, die Firmenkunden, können dies dann ja tun. Auch diese legen eher selten Wert auf Spielzeuge oder Datenablage auf irgendwelchen unkontrollierbaren Servern. Beim nächsten Windows wird dann wohl der Desktop zu Gunsten dieses Kachelspielzeugs ersatzlos gestrichen.
4. Cloud? Wieso nur Microsoft, wieso...
Finsternis 31.03.2014
Abgesehen von der NSA-Geschichte, welche Firma ist denn an der Cloud interessiert? Kaum eine. Die meisten möchten ihre Daten bei sich haben und überwiegend sogar noch auf Papier. Wenn Microsoft sich bei der XBOX mal um die Spiele, bei dem Handy um die Apps und bei Windows um das Office-arbeiten kümmern würde, dann würden alle davon profitieren. Microsoft schwächelt nämlich in allen Bereichen etwas. Alle einstigen Monopole beginnen zu wackeln. Die Erwachung bei den Spielen mit DirectX durch Mantle, das immer populärer werdene Linux (sogar Behörden planen einen Umstieg auf das Betriebssystem) und die XBOX, ist mit ihrer TV-Kampagne der Playstation auch nicht davongeritten. Warten wir es ab, ich jedenfalls betrachte das "Umkrempeln" eher als ein verzweifeltes geradehalten einstiger Monopolstellungen und es ist nur eine Frage der Zeit bis es zusammenkracht. Microsoft muss wieder attraktiv werden und das geht mit Sicherheit nicht über die Cloud.
5. Wer einen Desktop haben will
wauz, 01.04.2014
Zitat von Peter WernerSo so. "mobile-first, cloud-first". Da kann ich mich als PC-Anwender, der seine Daten lieber auf der eigenen Festplatte behält, ja wohl nach etwas Neuem umschauen. Eigentlich schade, Windows war mir all die Jahre ein treuer Begleiter. Auch die Hauptumsatzbringer von Microsoft, die Firmenkunden, können dies dann ja tun. Auch diese legen eher selten Wert auf Spielzeuge oder Datenablage auf irgendwelchen unkontrollierbaren Servern. Beim nächsten Windows wird dann wohl der Desktop zu Gunsten dieses Kachelspielzeugs ersatzlos gestrichen.
ist bei den diversen Linuxen gut aufgehoben. Für Profis hat Linux viele Vorteile. Unter anderem den, dass man den Doofis Accounts geben kann, mit denen sie nur genau das machen können, was sie sollen und keinen Deut mehr.
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