Quartalszahlen: Microsoft macht zum ersten Mal Verluste
Software-Gigant Microsoft meldet das erste negative Quartalsergebnis seit seinem Börsengang 1986. Der Konzern hat in den vergangenen Monaten rund 400 Millionen Euro Verlust gemacht, wegen einer Abschreibung in Milliardenhöhe. Google konnte seinen Gewinn im gleichen Zeitrum um elf Prozent steigern.
Redmond/Mountain View - Ein Fehlkauf aus dem Jahr 2007 reißt ein Loch in Microsofts makellose Bilanz: Der US-Softwarekonzern hat zum ersten Mal seit seinem Börsengang im Jahr 1986 Verluste gemacht, in Höhe von 492 Millionen Dollar (401 Millionen Euro).
Grund ist eine milliardenschwere Wertberichtigung, die Microsoft schon vor einigen Wochen angekündigt hatte: Mehr als sechs Milliarden Dollar muss das Unternehmen auf die Werbefirma Aquantive abschreiben. Die Übernahme aus dem Jahr 2007 hatte sich als gewaltiger Flop entpuppt.
Davon abgesehen entwickelte sich der Konzern positiv: Der Umsatz stieg um vier Prozent auf rund 18 Milliarden Dollar - ein Rekordwert, wie Konzernchef Steve Ballmer am Donnerstag betonte. Bereinigt um die Abschreibung und andere Sonderereignisse stieg der Gewinn im vierten Quartal auf insgesamt 6,93 Milliarden Dollar und damit um 12 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Allerdings musste Microsoft erneut Verluste im Online-Geschäft verbuchen. In dem nun abgeschlossenen Geschäftsjahr addierte sich das operative Minus des Bereichs mit der Abschreibung auf 8,12 Milliarden Dollar. Schon im Jahr davor hatte der Software-Gigant im Internet 2,66 Milliarden Dollar verloren.
Google steigert Gewinn um 11 Prozent
Online-Konkurrent Google konnte seine Position indes stärken. Trotz fallender Werbepreise im Internet hat das Unternehmen im zweiten Quartal seinen Gewinn um elf Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) erhöht. Der Umsatz stieg von April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar (9,9 Milliarden Euro), wie Google am Donnerstag mitteilte.
Die Zahlen waren die ersten nach dem Kauf des Mobilfunkunternehmens Motorola. Ohne die Kosten für den Erwerb des Handyherstellers wäre der Gewinn nach Unternehmensangaben noch höher ausgefallen.
usp/dpa/Reuters
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| 75,68% | |
| Baidu | 11,95% |
| Yahoo | 5,92% |
| Bing | 4,24% |
| Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications | |
| 88,35% | |
| Yahoo | 6,63% |
| Baidu | 3,34% |
| Bing | 1,08% |
| Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications | |
| Microsoft Internet Explorer | 58,35% |
| Firefox | 23,72% |
| Chrome (Google) | 11,50% |
| Safari (Apple) | 4,15% |
| *weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications | |
| Safari (Apple) | 54,03% |
| Opera Mini | 21,42% |
| Android Browser | 12,74% |
| Symbian | 6,89% |
| *weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications | |
| Windows | 91,92% |
| Mac | 6,92% |
| Linux | 1,16% |
| *weltweit, erhoben auf der Webbrowser-Angabe zum user-agent Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications | |
| Android (Google) | 49,7 |
| iOS (Apple) | 30,1 |
| Symbian | 6,9 |
| RIM | 2,1 |
| Nokia | 1,8 |
| andere | 9,4 |
| Marktanteil an Smartphone-Betriebsystemen im März 2011 in Deutschland (%). Quelle: InMob Mobile Insights, Basis der Auswertung sind 518,7 Millionen inMobi-Werbeeinblendungen auf Mobilgeräten in Deutschland im März 2011 und 470,3 Millionen Werbeeinblendungen im Januar | |
| Umsatz gesamt* | Umsatz Google* | Anteil Google (in %) | |
| Internet | 72,842 | 36,531 | 50,15 |
| Magazine | 43,122 | 0 | |
| TV | 184,29 | 0 | |
| Zeitungen | 91,495 | 0 | |
| gesamt | 458,385 | 36,531 | 7,97 |
| *Werbeumsätze 2011, weltweit in Mrd. Dollar, veröffentlicht von ZenithOptimedia 15. März 2012, Googles Werbeumsatz im Jahr 2011 | |||
| Angebot | Unique Visitors (Mio.) | Ø-Stunden |
| Webnutzer gesamt | 366,8 | 26,75 |
| 333,4 | 3.,14 | |
| Microsoft | 270,8 | 3,22 |
| 240,0 | 5,43 | |
| Wikimedia | 161,3 | 0,22 |
| Yahoo | 141,0 | 1,23 |
| eBay | 107,6 | 0,99 |
| Amazon | 91,4 | 0,27 |
| Top 30 Online Portale in Europa nach Gesamtzahl der Unique Visitors. Mai 2011, Internetnutzer in Europa, Alter 15+, Zuhause und am Arbeitsplatz; Quelle: comScore Media Metrix | ||
- EU-Kartellverfahren: Microsoft gesteht schweren Fehler ein (17.07.2012)
- Internetbrowser: EU leitet Kartellverfahren gegen Microsoft ein (17.07.2012)
- Neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Flucht nach oben (17.07.2012)
- Web-Wechsel: Google-Managerin wird Yahoo-Chefin (16.07.2012)
- Trennung von NBC: Microsoft plant eigenes Nachrichtenportal (16.07.2012)
- Online-Werbefirma Aquantive: Microsofts Milliarden-Flop (03.07.2012)
- Webbrowser: Chrome ist populärer als Internet Explorer (21.05.2012)
- Netzwelt-Ticker: Browser-Streit um Windows 8 (15.05.2012)
für die Inhalte externer Internetseiten.
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