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24. Januar 2013, 23:38 Uhr

Mittelmäßige Quartalszahlen

Microsofts Gewinn sinkt trotz Windows 8

Auf diese Daten warteten Tech-Welt und Börse: Microsofts Ergebnisse aus dem vergangenen Quartal sind die ersten Zahlen, in denen sich die Verkäufe von Windows 8 spiegeln. Gute Geschäfte mit dem neuen Betriebssystem konnten Probleme in anderen Sparten nicht abfangen, der Gewinn ging zurück.

Hamburg/New York - Nach Handelsschluss der New Yorker Börse hat der Software-Riese Microsoft seine Zahlen vorgelegt: Der Gewinn des US-Technologiekonzerns ist im vierten Quartal des vergangenen Jahres auf 6,4 Milliarden Dollar (rund 4,8 Milliarden Euro) gesunken - obwohl das neue Betriebssystem Windows 8 dem Unternehmen vor Weihnachten die Kasse gefüllt hat. Im Vergleich zum Vorjahresquartal war es ein Rückgang um 3,7 Prozent.

Microsoft erklärte den Ergebnisrückgang mit einem schwächelnden Verkauf der Spielkonsole Xbox. Der Umsatz im Berichtszeitraum lag bei knapp 21,5 Milliarden Dollar, ein Plus um 2,7 Prozent.

Analysten hatten schlechtere Zahlen erwartet. Denn die Business-Sparte mit den Office-Büroprogrammen schwächelt. Zudem nagen hohe Marketing- und Vertriebskosten für die Einführung von Windows 8 an den Einnahmen. Auftrieb gaben jedoch gute Verkäufe des Betriebssystems.

Microsoft-Chef Steve Ballmer zeigte sich am Donnerstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen zufrieden mit dem Start von Windows 8. Das neue Betriebssystem habe die Kunden begeistert. Es verkaufte sich 60 Millionen Mal. Die Anleger waren weniger angetan: Die Aktie fiel nachbörslich um ein gutes Prozent.

Kursrutsch bei Apple belastet US-Technologieaktien

Zu Beginn der Woche war berichtet worden, Microsoft plane eine Beteiligung an der möglichen Übernahme des schwächelnden Computerherstellers Dell. Der Konzern erwägt demnach, bis zu drei Milliarden Dollar beizusteuern. Microsoft und Dell kommentierten die Berichte jedoch nicht.

Die US-Technologieaktien haben nach enttäuschenden Apple-Zahlen am Donnerstag Verluste verbucht. Die Aktien von Apple sackten nach der Zahlenvorlage um 12,39 Prozent auf 450,47 US-Dollar und erlitten damit den größten Tagesverlust seit 2008. Die Sorgen um die Zukunft des Computerkonzerns gewinnen trotz neuer Rekordergebnisse die Oberhand, obwohl der von Steve Jobs groß gemachte Konzern so viele iPhones und iPads verkaufte wie nie zuvor und seinen bisher höchsten Gewinn einfuhr. Gleich mehrere Banken senkten die Kursziele für die Apple-Papiere.

bos/AFP/dpa

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