Software-Konzern Firmenkunden bescheren Microsoft Milliardengewinn

Für Microsoft läuft es besser als gedacht. Obwohl immer mehr Kunden zu Tablet-Computern greifen, machte der Software-Riese nun sechs Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Auch der Überschuss übertrifft die Erwartungen der Analysten.

Microsoft-Chef Ballmer: Neues Betriebssystem kommt im Herbst
REUTERS

Microsoft-Chef Ballmer: Neues Betriebssystem kommt im Herbst


New York - Microsoft hat dank einer überraschend hohen Nachfrage nach seinem Betriebssystem Windows im abgelaufenen Quartal mehr verdient als erwartet. Der weltgrößte Softwarehersteller wies am Donnerstag nach US-Börsenschluss einen Gewinn von 5,11 Milliarden Dollar aus. Das ist zwar etwas weniger als im Vorjahr, doch deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Zudem machte der Konzern einen einmaligen Steuereffekt geltend. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar.

Anleger nahmen die Zahlen positiv auf, die Microsoft-Aktie Chart zeigen legte nachbörslich um 2,5 Prozent zu. Das Unternehmen profitierte im dritten Quartal insbesondere vom Anstieg der PC-Absatzzahlen. Windows, das auf 90 Prozent aller PCs läuft, verkaufte sich dadurch erheblich besser als erwartet. Nach Angaben der Marktforschungsfirma Gartner wurden im Berichtszeitraum weltweit 1,9 Prozent mehr PCs verkauft, obwohl immer mehr Kunden zu Tablet-Computern wie Apples iPad greifen.

Onlinegeschäft schwächelt

"Vor uns stehen spannende Neuvorstellungen", sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer. Er nannte unter anderem das neue Windows 8. Das Computer-Betriebssystem wird für den Herbst erwartet und läuft sowohl auf klassischen PC als auch auf Tablet-Computern. Eine Testversion ist bereits im Umlauf und stößt auf großes Interesse.

Doch viele Firmen wollten offenbar nicht mehr warten und bestückten ihre Computer mit Windows 7. Der Umsatz in der Sparte stieg um vier Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Ende 2011 waren die Verkäufe dagegen noch merklich zurückgegangen - die konkurrierenden Tablet-Computer wie Apples iPad hatten sich zum beliebten Weihnachtsgeschenk entwickelt. Apple schrieb damals mit 13,1 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsgewinn seiner Firmengeschichte. Der Microsoft-Rivale legt am kommenden Dienstag neue Zahlen vor.

Noch wichtiger als Windows sind für Microsoft mittlerweile Büroprogramme. Der Umsatz der Office-Sparte kletterte um neun Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Auch in Sachen Gewinn hat Office längst Windows überholt. Verluste macht Microsoft weiter im Onlinegeschäft mit der Suchmaschine Bing sowie bei den Unterhaltungsprodukten rund um die Spielekonsole Xbox.

cte/Reuters/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
fahrgast07 20.04.2012
1.
Woher hat MS Office überhaupt sein Monopol in den Büros? Wo doch mit OpenOffice eine kostenlose, gleichwertige Alternative zur Verfügung steht. Ich verstehe z.B. nicht, warum sich die Datev so stark an Microsoft bindet, erst jetzt allmählich arbeien sie auch mit OpenOffice zusammen. Mein Eindruck ist, Microsoft verdient sehr gut an der Angst einer computerfernen Schicht vor Neuerungen.
Stelzi 20.04.2012
2. Seit zwei Jahren dasselbe Geschwätz
Seit zwei Jahren prognostizieren irgendwelche Marktforscher das es mit dem PC Absatz bergab geht, weil angeblich jeder nur noch Tablets kauft (ich schreibe dieses Posting auf meinem ipad2) und seit zwei Jahren werden sie Quartal für Quartal von Firmen wie Microsoft oder Intel lügen gestraft! Und das nur, weil die anscheinend nicht begreifen wollen, dass die Meisten sich kein Tablet als Ersatz für einen vollwertigen Computer kaufen, sondern als Ergänzung! Und dies deshalb, weil man mit eine, Tablet nicht alles machen kann, aber doch vieles einfacher, bequemer und überall. Verschärft wurde dieses Gerücht auch noch von Jobs' dümmlicher Post-PC-Ära Floskel - denn auch Apple verkauft jedes Quartal mehr seiner PCs (und bevor hier einer schreit, auch ein mac ist ein Personal Computer - fragt mal den Erfinder des macintosh, Steve Wozniak).
alexbln 20.04.2012
3.
Zitat von StelziSeit zwei Jahren prognostizieren irgendwelche Marktforscher das es mit dem PC Absatz bergab geht, weil angeblich jeder nur noch Tablets kauft (ich schreibe dieses Posting auf meinem ipad2) und seit zwei Jahren werden sie Quartal für Quartal von Firmen wie Microsoft oder Intel lügen gestraft! Und das nur, weil die anscheinend nicht begreifen wollen, dass die Meisten sich kein Tablet als Ersatz für einen vollwertigen Computer kaufen, sondern als Ergänzung! Und dies deshalb, weil man mit eine, Tablet nicht alles machen kann, aber doch vieles einfacher, bequemer und überall. Verschärft wurde dieses Gerücht auch noch von Jobs' dümmlicher Post-PC-Ära Floskel - denn auch Apple verkauft jedes Quartal mehr seiner PCs (und bevor hier einer schreit, auch ein mac ist ein Personal Computer - fragt mal den Erfinder des macintosh, Steve Wozniak).
genau so sieht es aus- an einem tablet kann kein mensch arbeiten. eine post-pc-ära wird es niemals geben.
Crom 20.04.2012
4.
Zitat von fahrgast07Woher hat MS Office überhaupt sein Monopol in den Büros? Wo doch mit OpenOffice eine kostenlose, gleichwertige Alternative zur Verfügung steht. Ich verstehe z.B. nicht, warum sich die Datev so stark an Microsoft bindet, erst jetzt allmählich arbeien sie auch mit OpenOffice zusammen. Mein Eindruck ist, Microsoft verdient sehr gut an der Angst einer computerfernen Schicht vor Neuerungen.
Die Alternative ist eben nicht gleichwertig.
netkaiser 20.04.2012
5. open-/libreOffice
Zitat von fahrgast07Woher hat MS Office überhaupt sein Monopol in den Büros? Wo doch mit OpenOffice eine kostenlose, gleichwertige Alternative zur Verfügung steht. Ich verstehe z.B. nicht, warum sich die Datev so stark an Microsoft bindet, erst jetzt allmählich arbeien sie auch mit OpenOffice zusammen. Mein Eindruck ist, Microsoft verdient sehr gut an der Angst einer computerfernen Schicht vor Neuerungen.
kann meiner Meinung im Benutzerkomfort nicht mit MS-Office mithalten. Vor allem die Textverarbeitung ist recht altbacken und holperig.
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