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Umbau des Managements: Microsoft macht PR-Haudegen zum Strategiechef

Wer mit dem Wechsel an der Microsoft-Spitze sanftere Töne vom Software-Riesen erwartet hat, wird eines Besseren belehrt: Ein umstrittener PR-Krieger aus der Washingtoner Polit-Szene wird als Chefstratege den Kurs mitbestimmen.

Microsoft-Manager Penn: Taktik verbrannter Erde Zur Großansicht
REUTERS/Microsoft

Microsoft-Manager Penn: Taktik verbrannter Erde

Redmond - Der neue Microsoft-Lenker Satya Nadella hat bei seinem ersten Management-Umbau einen umstrittenen Polit-Berater zum neuen Chefstrategen ernannt. Mark Penn, der für aggressive Kampagnen bekannt ist, soll nach neuen Produktideen und Bereichen für strategische Investitionen suchen.

Zugleich verlassen wie erwartet Marketingchefin Tami Reller und der ehemalige Skype-Manager Tony Bates den Konzern. Bates galt ebenfalls als interner Kandidat für die Microsoft-Spitze, Nadella machte jedoch das Rennen.

Nadella lobte in einer Mitteilung von Montagabend Penns Fokus auf die schnelle Auswertung von Daten zu Werbekampagnen. Der PR-Berater war einst der Stratege im Wahlkampfteam von Hillary Clinton, als sie 2008 das Rennen um die Nominierung der Demokraten gegen Barack Obama verlor.

Als Penn 2012 zu Microsoft kam, attestierte ihm die "New York Times" den Hang zu einer "Taktik verbrannter Erde". In seiner Microsoft-Zeit orchestrierte Penn die umstrittene "Scroogled"-Kampagne mit Frontalattacken gegen den Erzrivalen Google.

In seinem neuen Job verliere Penn die Kontrolle über Microsofts gewaltiges Werbebudget, betonten das Technologie-Blog "Recode" und die "New York Times". Neuer starker Mann im Marketing wird Chris Capossela, der zuvor das Verbrauchergeschäft beaufsichtigt hatte.

ssu/dpa

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1.
BlakesWort 04.03.2014
Microsofts Hauptstrategie wird sich nicht ändern, da sie im Wesentlichen darauf beruht den Nutzern zu erklären, dass es keine Konkurrenten gibt. Ob nun im Deckmäntelchen von PC-Spenden an Schulen, die nur mit MS-Programmen laufen dürfen oder mit Knebelverträgen für die Industrie. Lustig ist allerdings, wie sich das Image von MS quasi ohne eigenes zutun gewandelt hat. Waren sie früher die große böse Firma, die andere einfach aufkaufte, so sind im "casual IT"-Bereich jetzt all die Datenkraken wie google oder Facebook an diese Stelle getreten.
2.
cascada 04.03.2014
Zitat von BlakesWortMicrosofts Hauptstrategie wird sich nicht ändern, da sie im Wesentlichen darauf beruht den Nutzern zu erklären, dass es keine Konkurrenten gibt. Ob nun im Deckmäntelchen von PC-Spenden an Schulen, die nur mit MS-Programmen laufen dürfen oder mit Knebelverträgen für die Industrie. Lustig ist allerdings, wie sich das Image von MS quasi ohne eigenes zutun gewandelt hat. Waren sie früher die große böse Firma, die andere einfach aufkaufte, so sind im "casual IT"-Bereich jetzt all die Datenkraken wie google oder Facebook an diese Stelle getreten.
Eine absolut treffende Beobachtung. In den letzten Jahren hat Apple diese einst von Microsoft gemeisterte Domäne des "Big Evil" übernommen. Und seitdem eiert Microsoft völlig orientierungslos herum. Auch dank dessen sieht sich die OpenSource-Szene mit vielen Alternativen gestärkter denn je.
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