Microsoft US-Steuerreform sorgt für Milliarden-Verlust

Die Geschäfte laufen gut, trotzdem muss Microsoft große Verluste hinnehmen. Grund ist die Steuerreform von US-Präsident Trump. Langfristig dürfte das Unternehmen allerdings profitieren.

Deutschland-Zentrale von Microsoft in München (Archivbild)
DPA

Deutschland-Zentrale von Microsoft in München (Archivbild)


Eine hohe Abschreibung wegen der US-Steuerreform hat bei Microsoft für einen Milliarden-Verlust im Geschäftsquartal bis Ende Dezember gesorgt. Unter dem Strich stand ein Verlust in Höhe von 6,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 5,1 Milliarden Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Überschuss in etwa gleicher Größenordnung gegeben.

Die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump verursachte eine Abschreibung von 13,8 Milliarden Dollar. Grund dürfte vor allem eine Abgabe auf im Ausland geparktes Firmenvermögen sein. Bei der Einmalbelastung handelt es sich aber um einen Bilanzeffekt, der das Geschäft nicht hemmt. Insofern konnte sich Microsoft durchaus über die Zahlen freuen, der operative Gewinn stieg um zehn Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. Dass es im Tagesgeschäft zuletzt gut lief, zeigt auch der Umsatz: Die Erlöse legten um zwölf Prozent auf 28,9 Milliarden Dollar zu. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Und: Auf längere Sicht dürfte das Unternehmen von der Steuerreform sogar profitieren.

Wachstumstreiber blieb das Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet, hier gab es ein Umsatzplus von 56 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar. Auch die Tochter Linkedin legte mit einem 20-prozentigen Anstieg weiter kräftig zu.

Bei Anlegern wurden die Zahlen unentschlossen aufgenommen - die Microsoft-Aktie Chart zeigen verlor nachbörslich zunächst deutlich, drehte dann aber wieder leicht ins Plus.

max/dpa



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sven2016 01.02.2018
1.
Die "Unentschlossenheit" an der Börse könnte man auch so interpretieren, dass große Akteure nicht so genau verstanden haben, woher der Effekt kommt. Sind halt alles Profis, die vorwiegend auf Gerüchte und Gefühle mit Kauf/Verkauf reagieren. Und dann schließen sich die softwaregesteuerten Händler an. Affen und Börsengewinne, sollte man googlen.
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