Wirtschaft


Bundesweiter Vergleich: Wohnen in Deutschland wird teurer

Die Mieten und Immobilienpreise steigen. Laut einem bundesweiten Vergleich haben die Preise im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent zugelegt. Die regionalen Unterschiede sind riesig: Für den Wert eines Hauses in München könnte man inzwischen vier vergleichbare Objekte in Kassel kaufen.

Demo in Düsseldorf: Protest gegen steigende Mieten Zur Großansicht
DPA

Demo in Düsseldorf: Protest gegen steigende Mieten

Frankfurt am Main - Egal ob Miete oder Kauf: Wohnen in Deutschland wird teurer. Die Preise für Eigentums- und Mietwohnungen sind binnen Jahresfrist um 3,1 Prozent gestiegen, wie der Immobilienverband IVD errechnet hat. "Die Preissprünge sind ein klares Indiz dafür, dass sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage immer weiter öffnet", sagte Verbandspräsident Jens-Ulrich Kießling. Sein Verband vertritt 6000 Unternehmen - darunter Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständige.

Im Schnitt kostet eine Eigentumswohnung mit mittlerem Wohnwert laut IVD derzeit 998 Euro pro Quadratmeter. Wesentlich teurer sind die eigenen vier Wände in München (2850 Euro pro Quadratmeter), Stuttgart (2100 Euro), Düsseldorf (1900 Euro) und Hamburg (1750 Euro), deutlich günstiger etwa in Pirmasens (500 Euro) und Magdeburg (450 Euro). Der IVD-Wohn-Preisspiegel basiert auf Daten für 390 deutsche Städte.

Für ein Einfamilienhaus mit etwa 125 Quadratmetern Wohnfläche werden im Bundesdurchschnitt knapp 205.000 Euro fällig. Teuerstes Pflaster auch hier: München. In der bayerischen Landeshauptstadt kostet ein Haus mit mittlerem Wohnwert 645.000 Euro. Dafür könnten in Kassel vier Häuser erworben werden.

Mieter müssen für die Nettokaltmiete im Bundesschnitt mit einem Quadratmeterpreis von 5,14 Euro (Altbau) beziehungsweise 5,52 Euro (Neubau) kalkulieren. Deutlich über dem Durchschnitt liegen Großstädte wie München (11,20 Euro), Stuttgart (9,60 Euro) und Frankfurt am Main (8,60 Euro).

Städtetag und Wohnungsunternehmen hatten vor einigen Wochen Alarm geschlagen: Wer wenig verdiene, habe zunehmend Probleme, bezahlbare Mietwohnungen zu finden. IVD-Präsident Kießling weist das zurück: "Wohnungsknappheit ist allenfalls ein Phänomen besonders nachgefragter Innenstadtlagen."

cte/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
zynik 25.09.2012
Na dafür verdienten wir im vergangenen Jahr ja auch ALLE üppig. ;-) Sorry, wollte ja nix dazu schreiben. Die "Jammer"-Keule winkt schon...
Zitat von sysopDie Mieten und Immobilienpreise steigen. Laut einem bundesweiten Vergleich haben die Preise im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent zugelegt. Die regionalen Unterschiede sind riesig: Für den Wert eines Hauses in München könnte man inzwischen vier vergleichbare Objekte in Kassel kaufen. Mieten und Immobilien: Wohnen in Deutschland wird teurer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mieten-und-immobilien-wohnen-in-deutschland-wird-teurer-a-857927.html)
Na dafür verdienten wir im vergangenen Jahr ja auch ALLE üppig. ;-) Sorry, wollte ja nix dazu schreiben. Die "Jammer"-Keule winkt schon...
kenterziege 25.09.2012
Immobilienpreise und damit Mieten in den nachgefragten Städten stark ansteigen. Diese Entwicklung war lange absehbar: - Die früher in den Geschosswohnungsbau investierenden Institute (versicherungen) haben sich seit den 80er [...]
Zitat von sysopDie Mieten und Immobilienpreise steigen. Laut einem bundesweiten Vergleich haben die Preise im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent zugelegt. Die regionalen Unterschiede sind riesig: Für den Wert eines Hauses in München könnte man inzwischen vier vergleichbare Objekte in Kassel kaufen. Mieten und Immobilien: Wohnen in Deutschland wird teurer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/mieten-und-immobilien-wohnen-in-deutschland-wird-teurer-a-857927.html)
Immobilienpreise und damit Mieten in den nachgefragten Städten stark ansteigen. Diese Entwicklung war lange absehbar: - Die früher in den Geschosswohnungsbau investierenden Institute (versicherungen) haben sich seit den 80er Jahren wegen der überzogenen Mieterschutzgesetzgebung aus dem Wohnungsbau zurückgezogen - Es gibt immer weniger Grundstücke. Wo GRÜNE mitregieren, wird vor Landschaftsverbrauch geklagt. Bis Kommunen einen Flächennutzungsplan durch die Instanzen bekommen, vergehen Ewigkeiten -Die Clusterbildung in Deutschland schreitet voran. Viele Gebiete entvölkern sich, während die verbliebenen Dienstleistungs-, Technologie- und Universitätszentren immer attraktiver werden -Die Baupreise steigen, da die Flucht aus dem EURO auf eine vergleichsweise begrenzte Bauindustrie trifft -Grundstücksbesitzer horten bei dem unsicheren EURO die letzten guten baureifen Grundstücke - oder sie verkaufen mit sattem Aufpreis! Das sind wirtschaftliche Gegebenheiten - da hilft kein Jammern! Wohl dem, der die "richtige" immobilie besitzt und darin wohnen kann!
j.e.r. 25.09.2012
Die Milliarden aus den verschiedenen "Rettungsschirmen" oder besser die vorher verschobenen Milliarden müssen ja irgendwo investiert werden und bei resp. mit dem jetzigen Zinsniveau werden Investitionen in Immobilien in [...]
Die Milliarden aus den verschiedenen "Rettungsschirmen" oder besser die vorher verschobenen Milliarden müssen ja irgendwo investiert werden und bei resp. mit dem jetzigen Zinsniveau werden Investitionen in Immobilien in Deutschland auch für internationale Anleger attraktiv. Zum Vergleich: die Preissteigerungen für Immobilien in Paris waren vor einem Jahr zwischen 10 und 20%. Preisindex für Wohnungen in Zürich von 2005 bis 2011 von 100 auf 160 - und seit einem Jahr noch stärker ansteigend. Genf Anstieg Immobilienpreise seit dem Jahr 2000 mehr als 300%! Also noch viel Spielraum um hier international "mithalten" zu können.
240379 26.09.2012
"Wohnungsknappheit ist allenfalls ein Phänomen besonders nachgefragter Innenstadtlagen." Herr Kießling sollte sich mal die Situation in Freiburg angucken.
"Wohnungsknappheit ist allenfalls ein Phänomen besonders nachgefragter Innenstadtlagen." Herr Kießling sollte sich mal die Situation in Freiburg angucken.
MrStoneStupid 26.09.2012
Okay, Inflation aber andererseits gibt es seit Jahrzehnten technischen Fortschritt ... wie kann die Lage da immer beschissener werden? Sollte nicht alles eher günstiger und besser werden? Wer frißt den Produktivitätsüberschuß? Die [...]
Okay, Inflation aber andererseits gibt es seit Jahrzehnten technischen Fortschritt ... wie kann die Lage da immer beschissener werden? Sollte nicht alles eher günstiger und besser werden? Wer frißt den Produktivitätsüberschuß? Die Antwort ist klar: Mißstände und Kapitalismus sind schuld. Der Staat ist verschuldet und das Volk ausgebeutet. Ineffiziente Steuerpolitik, Steuerbetrug und Schwarzgeld. Im konkreten Fall ist das Problem, dass Immobilien Kapital- und Spekulationsobjekte sind und dass seit Jahren Käufer mit irrwitzigen Krediten in den Markt gelockt und somit die Preise getrieben werden. Mögliche Maßnahme: Sozialhilfe als pauschaler (pro Kopf) Festbetrag, so dass die Sozialhilfeempfänger einen Anreiz haben, sich billigere Wohnungen zu suchen, Nebenkosten zu sparen und zusammenzuziehen. Das gesparte Geld wird ausgegeben und fördert so den Binnenmarkt. Das schafft Wohnraum und hilft, das Platzen der Immobilienblase zu beschleunigen. Der Staat kann dann in ein paar Jahren zum Wohl des Volkes Wohnraum billig aufkaufen. (alles imho)
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  • Dienstag, 25.09.2012 – 18:07 Uhr
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