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Milliardär Carlos Slim: Reichster Mann der Welt steigt bei Telekom Austria ein

Der reichste Mann der Welt drängt nach Europa: Der Mobilfunkkonzern des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim hat 4,1 Prozent der Anteile an der Telekom Austria erworben. Die Aktie des Unternehmens stieg um bis zu 10 Prozent.

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REUTERS

Investitionen in Europa: Milliardär Carlos Slim kauft Anteile an der Telekom Austria

Wien - Der mexikanische Milliardär Carlos Slim investiert in die Telekom Austria. Ein hochrangiger Manager seines Mobilfunkkonzerns America Movil bestätigte am Dienstag, dass das Unternehmen über den Markt 4,1 Prozent an der Telekom Austria erworben habe.

Zuvor hatte ein Magazinbericht über einen möglichen Großeinstieg Slims - laut dem "Forbes"-Magazin der reichste Mann der Welt - die Aktien des österreichischen Konzerns um bis zu zehn Prozent in die Höhe schießen lassen. Die Papiere stiegen auf rund acht Euro.

Das österreichische Magazin "News" hatte berichtet, Slims Firma America Movil wolle neben den 4,1 Prozent auch einen Großteil des Aktienpakets des Telekom-Großaktionärs Ronny Pecik übernehmen. Pecik hält rund 21 Prozent an dem österreichischen Konzern.

Slim hatte Pecik laut dem Bericht 9,50 Euro pro Aktie geboten - für das Gesamtpaket hätte er demnach rund 880 Millionen Euro auf den Tisch legen müssen. Die geplante Beteiligungsgesellschaft würde rund 25 Prozent an der Telekom Austria halten und wäre damit nach der Staatsholding ÖIAK zweitgrößter Anteilseigner.

In dem Geschäft sei das letzte Wort jedoch noch nicht gesprochen, berichtete das Magazin weiter: Der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris sträube sich gegen den Verkauf der Anteile Peciks. Er war bei dessen Einstieg bei der Telekom Austria als Geldgeber aufgetreten und will den Anteil dem Bericht zufolge lieber an die norwegische Telenor verkaufen. Sawiris wollte sich dazu nicht äußern, auch die Telekom Austria hielt sich bedeckt.

Der Investor Slim ist in Europa kein Unbekannter: Er ist schon Großaktionär beim niederländischen Mobilfunkanbieter KPN und will seinen Anteil dort von gut fünf auf bis zu 27,7 Prozent ausbauen. Der mexikanische Konzern ist insgesamt bisher kaum in Europa präsent, will sein Engagement jedoch ausweiten.

usp/dpa/Reuters

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