Bankstudie Zahl der Milliardäre auf Rekordhoch

Geopolitische Krisen würgen das weltweite Wachstum ab, doch die Zahl der Superreichen wächst rasch. Laut einer Studie gibt es derzeit weltweit 2325 Milliardäre - so viele wie nie zuvor.

Luxusshopper im chinesischen Xuchang: 190 Milliardäre leben in China
REUTERS

Luxusshopper im chinesischen Xuchang: 190 Milliardäre leben in China


Hamburg - Die Zahl der Superreichen ist 2014 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Weltweit gibt es im laufenden Jahr 2325 Milliardäre, heißt es in einer Erhebung der Schweizer Bank UBS und des auf vermögende Privatkunden spezialisierten Datenanbieters Wealth X. Das seien 155 oder sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Die Zahl der Superreichen wächst damit deutlich schneller als die Weltwirtschaft. Der Internationale Währungsfonds erwartet für dieses Jahr ein globales Plus von nur noch 3,4 Prozent. Hauptgründe seien die schwache Binnennachfrage in China, der Ukraine-Konflikt und die Kriege in Nahost. Die "geopolitischen Spannungen" hätten die Nachfrage geschwächt und die Wirtschaftsaktivitäten verlangsamt, heißt es in einem entsprechenden Bericht.

Die meisten Milliardäre, insgesamt 571, leben in den USA, gefolgt von China (190) und Großbritannien (130). Deutschland belegt mit 123 Milliardären den vierten Platz. Insgesamt residiert ein Drittel der Superreichen in Europa.

Im europäischen Top-Ten-Ranking der Städte liegt Hamburg als einzige deutsche Stadt auf Platz 7. Hochvermögende leben jedoch nicht nur in Metropolen. Von den 26 bayerischen Milliardären zum Beispiel wohnen nur sieben in München.

Der sogenannte "Wealth X and UBS Billionaire Census-Report 2014", ist zum zweiten Mal erschienen. Er basiert auf einer umfassenden Datenanalyse aus fünf Kontinenten.

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spon-facebook-10000470256 17.09.2014
1.
Die Welt gehört also rund 2300 Menschen :-). Könige unseres Zeitalters. Selbst eine Geldentwertung hilft nicht, weil die nicht wissen wohin mit den ganzen Sachwerten.
missbrauchtewähler 17.09.2014
2. Niemand müsste auf dieser Welt im Elend leben
... würde alleine das Geld dieser Leute zum Wohl der Menschen richtig eingesetzt. All der Hunger, Seuchen, Kampf um Ressourcen wäre mit einem Schlag vorbei. Es ist die reine Gier und Machtstreben, die hunderte Millionen Menschen im Elend verkommen lässt.
Nico h. 17.09.2014
3.
Wenn davon doch nur Jeder einen Bruchteil spenden würde.....
Kurt2.1 17.09.2014
4.
Ist doch schön. Ich gehe davon aus, dass sich das durchzieht auch zu den Hoch- und Besserverdienenden. Wäre dies nicht so, würde selbst der H4 Empfänger weniger bekommen.
pepe_sargnagel 17.09.2014
5.
Zitat von spon-facebook-10000470256Die Welt gehört also rund 2300 Menschen :-). Könige unseres Zeitalters. Selbst eine Geldentwertung hilft nicht, weil die nicht wissen wohin mit den ganzen Sachwerten.
Und 147 Unternehmen regieren laut einer Studie die Welt. http://www.fr-online.de/wirtschaft/maechtige-konzerne-147-unternehmen-kontrollieren-die-welt,1472780,11055250.html http://www.welt.de/wirtschaft/article13680359/Diese-Firmen-bestimmen-Schicksal-der-Weltwirtschaft.html http://www.schweizamsonntag.ch/ressort/aktuell/1921/ Da sind die wahren "Marktwirtschaflter" gut aufgehoben. Wenn nur 147 Unternehmen eine solche Marktmacht haben, dann ist nicht von einem funktionierenden Wettbewerb auszugehen. Alles egal - hauptsache Wachstum!
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