Milliarden-Deal: EU-Kommission erlaubt Microsoft Übernahme von Skype

Keine Einwände aus Brüssel: Wenn Microsoft Skype kauft, behindert das nicht den Wettbewerb, hat die EU-Kommission entschieden. Der Software-Riese hatte für den populären Internet-Telefondienst rund 8,5 Milliarden Dollar gezahlt.

Skype-Nutzerin: Geld kommt vor allem mit Anrufen in das herkömmliche Telefonnetz herein Zur Großansicht
dpa

Skype-Nutzerin: Geld kommt vor allem mit Anrufen in das herkömmliche Telefonnetz herein

Brüssel - Die europäischen Wettbewerbshüter sehen keine Gefahr: Die EU-Kommission hat den milliardenschweren Kauf von Skype durch Microsoft ohne Auflagen genehmigt. Die Übernahme werde den Wettbewerb in Europa nicht behindern, da es ausreichend Konkurrenten - zum Beispiel Google - gebe, teilte die Behörde nach einer Prüfung des Falls mit. Der Windows-Konzern hatte für den populären Anbieter von Telefon- und Videogesprächen im Internet rund 8,5 Milliarden US-Dollar gezahlt.

Die Übernahme ist der größte Zukauf in Microsofts Firmengeschichte - der Preis liegt drastisch höher als die Summen, die bisherige Käufer wie Ebay und Silver Lake für Skype auf den Tisch gelegt hatten. Der Telefondienst ist für Microsoft Chart zeigen der Schlüssel, um mit den erfolgreichen Rivalen Apple und Google konkurrieren zu können. Schon seit Jahren versucht der IT-Gigant Microsoft, mit Milliardeninvestitionen neue Geschäftsbereiche zu erschließen. Nach wie vor sind das Betriebssystem Windows und die Office-Büroprogramme das größte Geschäft.

Skype erlöst vor allem mit günstigen Anrufen in das herkömmliche Telefonnetz Geld. Der Dienst hat nach eigenen Angaben mehr als 660 Millionen registrierte Nutzer weltweit, Microsoft hatte nur 170 Millionen aktive Kunden genannt. Im vergangenen Jahr hatte Skype bei einem Umsatz von 860 Millionen Dollar einen Verlust von sieben Millionen Dollar gemacht. Zudem lasten Schulden auf dem Unternehmen.

Zuletzt hatte Microsoft damit Schlagzeilen gemacht, ein Kaufangebot für den kriselnden Internetkonzern Yahoo zu sondieren.

fdi/dpa

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Marktanteile der Tech-Riesen
Suchmaschinen (Desktop)
Google 75,68%
Baidu 11,95%
Yahoo 5,92%
Bing 4,24%
Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Suchmaschinen (Mobil)
Google 88,35%
Yahoo 6,63%
Baidu 3,34%
Bing 1,08%
Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Browser (Desktop)
Microsoft Internet Explorer 58,35%
Firefox 23,72%
Chrome (Google) 11,50%
Safari (Apple) 4,15%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications
Browser (Mobil)
Safari (Apple) 54,03%
Opera Mini 21,42%
Android Browser 12,74%
Symbian 6,89%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications
Betriebssysteme (Desktop)
Windows 91,92%
Mac 6,92%
Linux 1,16%
*weltweit, erhoben auf der Webbrowser-Angabe zum user-agent Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Betriebssysteme (Mobil)
Android (Google) 49,7
iOS (Apple) 30,1
Symbian 6,9
RIM 2,1
Nokia 1,8
andere 9,4
Marktanteil an Smartphone-Betriebsystemen im März 2011 in Deutschland (%). Quelle: InMob Mobile Insights, Basis der Auswertung sind 518,7 Millionen inMobi-Werbeeinblendungen auf Mobilgeräten in Deutschland im März 2011 und 470,3 Millionen Werbeeinblendungen im Januar
Werbung
Umsatz gesamt* Umsatz Google* Anteil Google (in %)
Internet 72,842 36,531 50,15
Magazine 43,122 0
TV 184,29 0
Zeitungen 91,495 0
gesamt 458,385 36,531 7,97
*Werbeumsätze 2011, weltweit in Mrd. Dollar, veröffentlicht von ZenithOptimedia 15. März 2012, Googles Werbeumsatz im Jahr 2011
Webnutzer
Angebot Unique Visitors (Mio.) Ø-Stunden
Webnutzer gesamt 366,8 26,75
Google 333,4 3.,14
Microsoft 270,8 3,22
Facebook 240,0 5,43
Wikimedia 161,3 0,22
Yahoo 141,0 1,23
eBay 107,6 0,99
Amazon 91,4 0,27
Top 30 Online Portale in Europa nach Gesamtzahl der Unique Visitors. Mai 2011, Internetnutzer in Europa, Alter 15+, Zuhause und am Arbeitsplatz; Quelle: comScore Media Metrix